Von einer mittlerweile schönen Tradition dieser kleinen Festveranstaltung im Bürgersaal sprachen Bürgermeister Reiner Donath und Carsten Kopprasch als Vorsitzender des Bildungsausschusses, der im Auftrag der Gemeinde die Ehrung federführend vorbereitet. Kopprasch dankte auch den Gewerbetreibenden, die mit ihren Spenden auch Häppchen und Getränke finanzierten, ohne dass der Gemeindehaushalt mit einem Cent belastet werde. Thomas Vollrath und sein Team stellten die gastronomische Versorgung sicher.
"Nicht grübeln, nicht faseln, einfach machen" - dies sei die Leitlinie für ganz viele ehrenamtlich Tätige aus allen drei Ortsteilen, von denen im Grunde jeder die jährlich vergebene Auszeichnung verdient hätte, hieß es. Dass es immer nur drei Preisträger gibt, die in diesem Jahr aus 14 im Ausschuss eingereichten Vorschlägen gekürt wurden, sei notgedrungen nur eine Auswahl. "Elf sind damit vertagt", fügte der Bürgermeister hinzu.
Es ist naheliegend, dass Christa Grenz den Preis ausgerechnet jetzt entgegennehmen durfte. Denn der Sängerkreis, den sie seit der Gründung leitet, hat gerade unlängst sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Auch am Donnerstag umrahmte das Ensemble den Abend mit einigen sehr passenden Liedern (darunter "Die Wunder dieser Welt" und "Der einfache Frieden"). Allein noch vier weitere Konzerttermine haben die Sängerinnen und Sänger bis Jahresende vor sich.
Ganz viele Projekte an der Schule außerhalb des normalen Budgets hat Antje Pierzchala vom Förderverein mit dessen Spendenaktionen ermöglichen geholfen, würdigte Donath in der kurzen Laudatio zur zweiten Preisträgerin. Und beim diesmal Dritten im Bunde haben die Gemeindevertreter ein Stück weit die Regel gebrochen, dass Mitglieder aus ihrem eigenen Kreis für die Ehrung eigentlich nicht in Betracht kommen. Bei Carsten Kopprasch ist diese Ausnahme aber nachvollziehbar, erhält er den Preis doch für sein langjähriges Engagement als Chef des Sportvereins SG Grün-Weiß (siehe Kasten).
Für den terminlich verhinderten Amtsdirektor war dessen Stellvertreter Joachim Kock-Fuchs erschienen, um namens des Amtes ebenfalls den Geehrten wie allen anderen bis hin zu den Vertretern der Feuerwehren, aber auch den ebenfalls ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitikern und sachkundigen Einwohnern Dank zu sagen. "Bitte machen Sie weiter - wir brauchen Sie!", so sein abschließender Appell.
Seit 2012 ist der Ehrenamtstag auch das Podium, um das spezielle Jahresprojekt, für das sich die Rehfelder abseits des Gemeindeetats besonders ins Zeug legen, zu verkünden und kurz Rückschau auf das Vergangene zu halten. 2017 waren es die Wiederherrichtung und Erweiterung des Naturlehrpfads - hatte sich vor Jahresfrist anfangs noch keiner gefunden, der sich dafür als koordinierende Kraft den Hut aufsetzen wollte, übernahm der neue Förderverein zur Kommunalen Entwicklung Rehfeldes gleich nach seiner Gründung im März diese Aufgabe, blickte Sigrid Friedel zurück. Sie zog erfolgreiche Bilanz der Aktivitäten vom Frühjahrsputz im April bis zu den 2500 Euro an Fördermitteln vom Land, die schnell bewilligt worden waren.
Auch beim neuen Förderprojekt 2018 wird der Förderverein wieder die koordinierende Rolle einnehmen. Diesmal, umriss der Bürgermeister das Vorhaben, geht es um ein Rehfelder Sozialmobil, also ein Fahrzeug mit acht Plätzen plus Fahrer, das Vereinen und anderen Nutzern zur Verfügung stehen soll. Nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für laufende Betriebskosten werden Spenden benötigt.
Sie wurden als Preisträger des Jahres 2017 aus 14 Vorschlägen ausgewählt: Bürgermeister Reiner Donath (l.) und Vize-Amtsdirektor Joachim Kock-Fuchs (r.) mit den Geehrten Carsten Kopprasch, Christa Grenz und Antje PierzchalaFoto: Thomas Berger
Rehfelder Ehrenamtstag würdigt besondere Leistungen für die Gemeinschaft / Schaffung eines "Sozialmobils" neues Jahresprojekt
Preisträger 2017
¦ Christa Grenz: Unermüdlich leitet sie den Sängerkreis, der gerade seinen 30. Geburtstag feiern konnte, hat das Ensemble seit Gründung bis heute zusammengehalten und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht. ¦ Antje Pierzchala: Seit 2013 ist sie die Schatzmeisterin des Fördervereins der Grundschule. Sie verwaltet aber nicht nur dessen Finanzen, sondern hat aktiv und federführend über viele Spendenaktionen Geld für Projekte eingeworben, die den Kindern zugute gekommen sind. ¦ Carsten Kopprasch: Eigentlich wollte er schon aus der ersten Reihe abtreten, führt aber übergangsweise noch weiter bis Ende März als Vorsitzender die Geschicke der SG Grün-Weiß Rehfelde. Unter den rund 40 Vereinen in der Gemeinde ist dies mit Abstand der Größte - deutlich mehr als 300 Mitglieder, die in insgesamt zehn Sektionen organisiert sind, von den Fußballern bis zu Tanz.(bg)