Das Ehepaar, das Bürgermeister Reiner Donath und der Bildungsausschussvorsitzende Carsten Kopprasch zuerst nach vorne baten, kennt im Ort fast jeder - vor allem dem unermüdlichen Einsatz von Hilda und Martin Tesky sei es schließlich zu verdanken, dass die Heimatstube immer weiter wachse, inzwischen schon beinahe die Bezeichnung Museum verdiene, würdigte Donath. Und da Teskys eben Sammler aus Leidenschaft sind, gab es zuzüglich zu Pokal, Urkunde und 100-Euro-Prämie auch noch eine alte Karte aus dem 19. Jahrhundert, auf der Rehfelde vertreten ist.
Bei der Auszeichnungsveranstaltung im Bürgersaal saß der nächste Geehrte zufällig am gleichen Tisch wie die vorgenannten Preisträger-Kollegen. An vielen Tagen, so hieß es in der Laudatio des Bürgermeisters für Kuno Adomeit, ist dieser aber draußen beim Arbeiten zu finden - und zwar nicht im eigenen Garten, sondern am Naturlehrpfad oder Erlebnispark. Einer, der einfach anpackt, unermüdlich eher im Hintergrund tätig ist und dennoch verdiene, diesmal ein wenig im Rampenlicht zu stehen.
Diese Gelegenheit hatte der dritte Pokalempfänger schon kürzlich, als am 11. November der Springbrunnen auf der Fläche vor dem Haus eingeweiht wurde. Heinz Kuflewski wurde dafür geehrt, dass er nicht nur diese Bereicherung gespendet, sondern bei der gesamten Neugestaltung des Areals auch überaus tatkräftig mit zugepackt hat. Er war damit einer der besonderen Aktivposten im Rahmen des aktuellen Jahres-Förderprojektes. Sven Bürger, der Leiter der Projektgruppe, ließ das Ganze noch einmal Revue passieren - von der ersten Ideensammlung über Konzeption und die Etappen der Umsetzung. Der Brunnen war die Krönung, zuvor gab es seit dem Frühjahr schon Pflanzaktionen sowie das Aufstellen der Bänke. Durch Bürgerspenden und ehrenamtlichen Einsatz seien die Gesamtkosten von 13 600 Euro bereits auf 5500 mehr als halbiert worden. Auch dieser Betrag belastete nicht die Gemeindekasse, sondern wurde über Sponsoren abgesichert.
Neues Förderprojekt für 2017 wird die weitere Ausgestaltung des Naturerlebnispfads. Gezeigt wurde eine Video, in dem die Mitglieder des Kinderrats der Kita schon einmal Ideen und Wünsche zusammengetragen haben - von Kletterpark und Baumhaus bis Strohkugel, Tipi und Spielplatz. Mitglieder für die Arbeitsgruppe werden ab sofort gesucht.
Gerade angesichts der Entwicklung, dass im kommunalen Haushalt die Mittel für bestimmte freiwillige Aufgaben immer begrenzter sind, würden solche Projekte abseits des Etats an Bedeutung gewinnen. Und auch der Gemeinde-Förderverein, den die Initiatoren Anfang 2017 formell aus der Taufe heben wollen, steht in diesem Zusammenhang. Nicht einmal der Ehrenamtstag belastet die Gemeinde finanziell, wird doch die Feier allein über Spenden finanziert. Donath und Kopprasch überreichten zudem Thomas und Silvana Vollrath eine Ehrenurkunde sowie einen Gutschein für den Friedrichstadtpalast. Taggenau vor 15 Jahren hatte das Paar die Gaststätte "Zur alten Linde" übernommen, seit fünfeinhalb Jahren bewirtschaften sie auch den Bürgersaal.
Dort sorgte der Sängerkreis für den musikalischen Rahmen. Neumitglied Martina Höfer bot Gundermanns Ballade "Ilja Muromez", Karsten und Lies Galey das Tucholsky-Gedicht "Das Mitglied" und das Otto-Reutter-Couplet "Es geht vorwärts". Eine besondere Botschaft war gleich anfangs das Lied mit den Zeilen "Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit."