Der Alarm - aus Schonung der Bürger per Pieper und nicht über Sirene - ertönte um 9.03 Uhr. "Aufsitzen", lautete wenige Augenblicke später das Kommando. Während eine Teilgruppe an den Sportplatz und eine Zweite an den verlängerten Bahnhof beordert wurden, hatten die beiden anderen ihre ersten Einsätze in Rehfelde-Dorf am dortigen Feuerwehrstandort bzw. am sogenannten "Stern" (August-Bebel-Straße) zu absolvieren, wo ein "Waldbrand" zu löschen war.
Absitzen, Aufstellung nehmen, Wasserversorgung aufbauen. Diese drei zentralen Schritte klappten bei jedem Mal etwas besser. Louis, Lukas, René, Pascal und Lars waren die, die als Erste am Sportplatz zu tun hatten. Das Kuppeln von Schläuchen, Verteilern und Spritze, erstmals unter beinahe realen Bedingungen, dauerte zwar ein wenig. Doch dann das Signal "Wasser marsch!", um den kleinen Holzstapel, der brannte, zu löschen. "Immer mit dem Wind stehen", so wegen der Rauchwolke ein wichtiger Hinweis.
Den auch Alina, Sara, Christian und Leon am Bahnhof so zu hören bekamen. Dort war ebenfalls ein Holzfeuer von den Helfern Stefanie und Steffen Hunger vorbereitet worden, das es in diesem Fall mit dem Highpress zu löschen galt - gewissermaßen der topmodernen Variante der alten Kübelspritze. Jeder aus dem Team war einmal an der Reihe.
Am Waldesrand, wo diese Gruppe gerade herkam, war alles inzwischen schon wieder für die Nächsten präpariert. Vor allem ging es dort um die Einbindung des Unterflurhydranten. Da dieser bis zu 30 Zentimeter unter Sand liegt, war er ganz schon verdreckt, wie gerade das erste Team hatte feststellen müssen. Die Folgenden wiederum mussten in der wachsenden Schlammpfütze immer wieder suchen, wo genau der Zugang denn liegt.
Dass Brandklasse A feste Stoffe wie Holz, B Flüssigkeiten wie Benzin und Öl, C Gas, D Metallspäne und F Fett umfasst, wurde in Rehfelde-Dorf geübt. Was für die Kinder noch neu war, hatten sich einige der Jugendlichen schon teilweise von früheren Gelegenheiten behalten, wie Kevin Ebeling, der die Abfragen nach dem Löschen eines "Gasbrandes" wiederholte, erfreut feststellte. Zufrieden war auch Katrin Schwarting-Heyer vom Organisatorenteam. Kurzes Durchatmen gab es für alle nur zur Mittagspause, dann ging es nachmittags mit Gästen von der Polizei, in Sachen Erste Hilfe, mit Drehkran und einer Wanderrallye weiter, bei der auch Knotenkunde eine Station war. Den Abschluss bildete eine Personensuche - nach dem Auffinden des am Bein Verletzten musste noch provisorisch geschient werden.