Scharnke berichtete vom geplanten Neubau einer vierten Grundschule im Gruscheweg, und dass dort auch der Neubau einer Förderschule geplant sei. Zudem beantwortete er zahlreiche Fragen. Da ging es um den nicht vorhandenen Busverkehr durch die Gruschewegsiedlung, die noch immer mangelnde Versorgung mit modernem Breitband oder geplante Baumpflanzungen.
Ein Neu-Einwohner hatte gar seine 30 Meter hohe Tanne als "kommunalen" Weihnachtsbaum angeboten, aber bislang keine Antwort bekommen. Der Bürgermeister versprach, den Bauhof zu mobilisieren, sich dort umzuschauen.
Nur eine unbefriedigende Antwort hatte er auf die Nachfragen nach schnellerem Internet. "Wir sind mit der Erschließung ebenso wenig zufrieden", sagte er, aber man habe bei der "Verlosung" die Telekom zugeteilt bekommen, die sich "schwer tue, die Planungen anzugehen und abzuarbeiten", sagte der Bürgermeister. Auch bei mangelnden Informationen über vorgesehene Baumpflanzungen verwies er auf den Vorhabenträger, die Siwoge. Ebenso beklage man den Baustatus des Ärztehauses in der Hauptstraße. "Dort gibt es bereits ein teures MRT, und man wollte 2017 fertig sein", sagte er, "aber die Gemeinde hat auf den privaten Investor keine Einflussmöglichkeiten." Dennoch sei die medizinische Versorgung weitgehend gesichert, erklärte Scharnke und verwies aufs Hoppegartener Ärztehaus.
Versorgt mit vielfältigem Info-Material und vor allem mit einer Broschüre zum Ortsrecht, stiegen die Neu-Neuenhagener dann traditionell die steilen Stufen hinauf auf den Wasserturm, um von dort über ihre neue Heimatgemeinde zu schauen.

Geringes Interesse in Strausberg

Beim Neubürgerempfang im ­Strausberger Stadtmuseum konnten Bürgermeisterin Elke Stadeler und die Leiterin des Hauses, Christa Wunderlich, am Sonnabend nur zwölf Einwohner begrüßen. "Die beste Entscheidung haben Sie schon getroffen, Sie sind nach Strausberg gezogen", sagte Elke Stadeler. Anderthalb Stunden informierte sie über die grüne Stadt am See, von der reichen Geschichte über die älteste erwähnte Stadtmauer in Brandenburg bis hin zu Kinderbetreuungslandschaft und zahlreichen Neubauprojekten. "Mit Ihnen sind wir jetzt 27 148 Einwohner", sagte Elke Stadeler – verteilt auf 80 Nationalitäten. Derzeit gehe es nicht nur darum, Einwohner dazuzugewinnen, sondern auch die Infrastruktur so zu entwickeln, dass diese Menschen adäquat versorgt werden könnten. Die Bürgermeisterin berichtete auch über 1884 Gewerbeanmeldungen und ermunterte die Gäste, sich politisch einzubringen, beispielsweise im Agenda-Beirat.
Waltraud Klatte, aus Wriezen nach Strausberg gezogen, fand den Vortrag sehr interessant. Sie sei vor allem an Stadtgeschichte interessiert. "Was Strausberg so schön für mich macht, ist, dass ich hier so toll Radfahren kann", sagte sie außerdem.