Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau einer neuen Straßenbeleuchtung in der Ernst-Thälmann-Straße begonnen werden. Dort wird mit großem Zuschuss des Landes ein Pilotprojekt mit LED-Lampen realisiert. Die Planungsunterlagen können derzeit im Rathaus eingesehen werden.
Die Strecke gehört zumindest im Bereich zwischen Bahnhof- und Garzauer Straße derzeit zu den eher schlecht ausgeleuchteten Straßen in der Stadt. Da es sich um eine Landesstraße handelt, hatte Bürgermeisterin Elke Stadeler bei der Energie-Effizienz-Konferenz 2010 in Strausberg Carsten Enneper, Abteilungsleiter Wirtschafts- und Energiepolitik im Brandenburger Wirtschaftsministerium, und später anderen Partnern die Idee der Stadt vorgetragen und war auf Wohlwollen gestoßen. 2010 waren aber keine Fördermittel gekommen. Deshalb konnte das Projekt nicht umgesetzt werden.
Nun kam die Zusage. Beim Forum Erneuerbare Energien wurde der Förderbescheid über rund ?360 000 Euro übergeben. Damit sollen etwa 75 Prozent der Gesamtkosten abgedeckt sein.
Da noch in diesem Jahr der Baustart erfolgen soll, muss alles zügig über die Bühne gehen. Derzeit läuft die Bürgerbeteiligung. Die Planungsunterlagen können im Rathaus eingesehen werden. Nach der Beschreibung werden auf der gut drei Kilometer langen Strecke neue Kabel gezogen, vier Schaltschränke gebaut und gut 100 neue Masten installiert – beiderseits der Straße versetzt im Abstand von etwa 60 Metern. So sind die „Lichtpunkte“ am Ende etwa 30 Meter entfernt.
Vorgegeben sind zwei Leuchtentypen mit jeweils gut 50 Watt. Welche zum Einsatz kommt, wird erst die Ausschreibung bringen. Der Verbrauch der alten Quecksilberdampf-Leuchten, die zum Teil bereits in den 1950er Jahren installiert wurden, betrug jedenfalls laut Rathaus zwischen 125 und 240 Watt. Die neuen Lampen sind bei besserer Ausleuchtung also deutlich sparsamer. Außerdem sollen sie insgesamt und einzeln dimmbar sein.
Auch die Anlieger müssen für die neue Beleuchtung zahlen. Informationen über Beiträge sind laut Rathaus bereits verschickt. Zu Beitragshöhen wollte sich der Baubereich noch nicht äußern. An der Hauptverkehrsstraße liegt der Anteil für die Bürger laut Satzung bei zehn Prozent. Keinesfalls würden Beträge wie zuletzt beim Abwasser erreicht, hieß es. In der nächsten Bauausschusssitzung werde das Vorhaben vorgestellt. Dann könne auch diskutiert werden, ob gegebenenfalls nur die Kosten für „normale“ und nicht für die etwa ?15 Prozent teureren LED-Leuchten angesetzt werden. Nach MOZ-Informationen könnte der Beitrag für ein 800-Quadratmeter-Grundstück um die 150 Euro liegen.
Auslegung bis 14. Oktober im Verwaltungshaus, Hegermühlenstr. 58, Fachbereich Bau (3. OG)