Ein Gang durch den Supermarkt macht deutlich: Die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Viele Menschen reagieren darauf mit Verzicht oder nehmen soziale Angebote wie die der Tafel in Anspruch. In Rüdersdorf gibt es ab 6. Dezember die Möglichkeit, für wenig Geld zweimal wöchentlich ein warmes Mittagessen mit nach Hause zu nehmen.
Jeden Dienstag und Donnerstag wird ab sofort im „Plauderstübchen“ der Volkssolidarität im Friedrich-Engels-Ring 20 Essen ausgegeben. In der Zeit von 12 und 12.45 Uhr können Interessierte die Speisen in einem geeigneten Transportgefäß mit nach Hause nehmen; der Verzehr vor Ort ist nicht möglich, wie die Gemeinde informiert. Ein Eintopf kostet zwei Euro, für ein Gericht bestehend aus Fleisch oder vegetarischen Komponenten und Beilagen werden 2,50 Euro berechnet.

Mahlzeiten kommen aus Krankenhaus-Küche

Die Speisen stammen aus der Küche der Immanuel Klinik Rüdersdorf. Dort gibt es neben der regulären Patientenversorgung einen Mittagstisch für Mitarbeitende und externe Besucherinnen und Besucher. Mahlzeiten, die in der Kantine nicht ausgegeben werden, holt eine ehrenamtliche Helferin an den betreffenden Tagen ab und gibt sie anschließend im „Plauderstübchen“ aus. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde; die Kosten für die Mahlzeiten selbst werden auf die Empfänger umgelegt. Je nachdem, wie stark die Nachfrage ist, sollen laut Gemeinde weitere ehrenamtliche Unterstützer eingebunden werden.
Wer das Angebot wahrnehmen möchte, sollte telefonisch vorbestellen unter 033638 85132. „Optimal wäre bis Freitag der Vorwoche, da wir aktuell noch nicht abschätzen können, wie groß die Resonanz ist“, so Alexander Reetz, Referent der Bürgermeisterin. Die Ausgabe der Mahlzeiten erfolgt, solange der Vorrat reicht, und wird in den Folgewochen an die Bedarfe angepasst. Einen Essensplan wird es nicht geben, da die Gemeinde selbst erst am jeweiligen Tag erfahre, was sie bekommt.

Angebot zuvor in der Kleiderkammer

Mit dieser Kooperation zwischen Immanuel Klinik Rüdersdorf und der Gemeinde wird ein Angebot wiederbelebt, welches es bis vor wenigen Jahren in der Kleiderkammer gab. Solange, bis es nach Informationen der Gemeinde aufgrund rückläufiger Nutzender und Corona eingestellt wurde.