Elftklässler des Oberstufenzentrums MOL in Strausberg waren am Montag im Wasserwerk Spitzmühle zu Gast. Dort erklärte ihnen Josefin Häusler, Ingenieurin für technischen Service beim Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), wie der Wasserkreislauf funktioniert und wie der WSE die Versorgung von 166 000 Einwohnern im Verbandsgebiet sicherstellt.
"Ein Mensch im Verbandsgebiet verbraucht im Schnitt 139 Liter Trinkwasser pro Tag", erklärte sie. 2018 seien es aufgrund der Trockenheit sogar 175 Liter gewesen. Nur drei Liter gingen für Essen und Kochen drauf. Das Wasser werde aus Grundwasserschichten in 50 bis 70 Metern gefördert und sei 20 bis 50 Jahre alt, erfuhren die Schüler. Im Wasserwerk Spitzmühle werde dem Wasser im Zwei-Stufen-Betrieb zunächst Sauerstoff zugeführt, anschließend werde es mithilfe eines Filtersystems von Eisen und Mangan befreit. Dann komme es in zwei Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 2500 Kubikmetern. "Das sind jeweils 25 000 100-Liter Badewannen", sagte Josefin Häusler. Von den Behältern aus werde das dann genussbereite Trinkwasser in verschiedenen Richtungen zu den Verbrauchern geleitet.
Den Ausflug organisierte das Regionalmanagement für die Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg. "Wir wollen den Jugendlichen zeigen, was es für tolle Unternehmen in der Nachbarschaft gibt", sagte Projektleiterin Isabelle Mensching.