Mit dem Fahrplanwechsel startet der Plusbus zwischen Strausberg und Bad Freienwalde. Um den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen, müssen Anbindungen verbessert werden. Dies soll mit dem neuen Plusbus, der ab 15. Dezember zwischen Straus­berg und Bad Freienwalde verkehrt, geschehen. Der auffällige Bus verkehrt zwischen 5.30 und nach 20 Uhr im Stundentakt und ist an den Takten der S- und Regionalbahn orientiert.
Das Angebot Plusbus, das es über 90-mal bundesweit und 26-mal davon in Brandenburg gibt, sei ein Erfolgsmodell, sagte Jürgen Roß vom Bereich Planung und Fahrgastinformation des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Besonders ist das Angebot außerdem, da es im Rahmen des Nahverkehrsplans von Landkreis und Land realisiert werde, sagte der Landratsbeigeordnete Rainer Schinkel. Es werden im Nahverkehrsplan 2020–24 nicht nur mehr Geld investiert, sondern auch rund 600 000 Fahrkilometer mehr auf den Weg gebracht, sagte der Kämmerer. Besonders ist auch die Kooperation zwischen dem Privatunternehmen mobus GmbH, das im Bereich Märkisch-Oderland den Auftrag erfüllt, und der kommunalen Barnimer Busgesellschaft, wie die beiden Geschäftsführer Daniel Kunath und Frank Wruck unterstreichen. Doch der Erfolg dieser neuen Verbindung zwischen urbanem und ländlichem Raum zeigt sich erst in einer starken Nutzung. Von einem "Beitrag zum Klimaschutz und der Verbindung von Bus und Bahn" sprach Brandenburgs neuer Verkehrsminister Guido Beermann. Von Rainer Schinkel auf eine stärkere Unterstützung des Landes angesprochen, verwies Beermann auf 40 Cent pro Fahrkilometer, mit denen das Land unterstütze. Außerdem solle in Zukunft vor allem die Absprache zwischen Berlin und Brandenburg verbessert werden. Das Auto sei wichtiger Bestandteil und kaum zu verdrängen, jedoch müssten im ÖPNV mehr Anreize geschaffen werden.