Daher nutzt die Showband des Fanfarenzugs diesmal auch die ansonsten Auftritt freie Zeit zwischen den Sommerferien und dem Saisonstart im Oktober, um sich unter Wettbewerbsbedingungen in Szene zu setzen, wie Sprecher Florian Saeling berichtet. So war sie am vergangenen Sonnabend mit mehr als 60 Teilnehmern erstmals bei den German Open in Hameln – als einziger Fanfarenzug unter lauter Drum Corps. Die Herausforderung bestand vor allem darin, dass sich die Strausberger in einem ungewohnten Wertungssystem messen mussten. Im Vergleich zu sonstigen Welt- und Europameisterschaften, wo die Jury im Publikum sitzt, stand sie bei diesem Wettbewerb mit auf dem Feld. „Es wurde vielmehr auf Details geachtet“, erzählt Florian Saeling. Weitere Unterschiede: Während die Drum Corps Bands auf verschiedene Blasinstrumente zurückgreifen und wie ein Orchester spielen können, agiert die KSC-Showband mit Naturtoninstrumenten, denen deutlich weniger Töne entzaubert werden können. „Außerdem haben die Drum Corps im Gegensatz zu uns bei ihren Auftritten ein Motto, das mit vielen Farben und Requisiten unterstützt wird“, erklärt Saeling.
Dass die Showband in der Premier Class mit vier Bands den vierten Platz belegte, sei daher zweitrangig gewesen. „In den für uns wesentlichen Bereichen waren wir besser als in Rastede im Juni, wo wir auch in einem Drum-Corps-Europe-Wettbewerb angetreten sind. Für uns sind diese ungewohnten Wertungssysteme eine gute Möglichkeit, mal von einer anderen Seite Feedback zu bekommen. Nur so werden wir besser.“ (mst)