Bei Jörg Schwerinske stehen die Helfer Schlange. Er registriert in seinem Laptop alle Namen und vergibt schon mal die Parkkarten für all jene, die am Wochenende nicht zum Zuhören, sondern zum Arbeiten kommen.
Etwa 40 von ihnen sind zur Einweisung im Jugendsporthaus gekommen. "Einige haben sich auch vorher abgemeldet", macht Fanfarenzug-Chefin Lydia Leu deutlich, dass die Runde nicht vollzählig ist. An die 60 Personen würde man schon brauchen, überschlägt Jörg Schwerinske und fügt hinzu, dass gut und gerne noch Freiwillige hinzustoßen könnten. So wie Bernd Sachse, der spontan zur Einweisung kam und am Freitag beim Aufbau und am Sonntag beim Abbau mit anpacken will.
Viele der Helfer sind nicht zum ersten Mal bei derlei Einsätzen dabei. Zum Beispiel Bärbel Keilig. "Ich hatte zwei Töchter beim Fanfarenzug. Die Jüngste ist mittlerweile 30 und als Hochtrommlerin noch dabei", sagt die Strausbergerin. "Beim ersten Mal gab es noch keinen Förderverein. Da haben ein paar aktive Eltern alles erledigt", erinnert sie sich. Man habe Stühle gestellt, Bänke angeschraubt, gewischt, gewienert und auch im Nachhinein Becher aufgesammelt. "Deshalb gibt es jetzt Becherpfand", erklärt sie. Es habe immer Spaß gemacht, nicht nur bei Fanfaronaden, auch bei Kinderfesten und anderen Aktivitäten, so die 63-Jährige, die sich diesmal für die Kasse hat einteilen lassen. "Bei dem anderen können jetzt mal die Jüngeren ran", sagt sie.
Eine von denen ist Bianka Schütz. Auch sie hat zwei Kinder in dem Ensemble. "Die Große spielt Fanfare, die Kleine Tomtom", erklärt die Klosterdorferin. Nun habe sie sich entschlossen, dem Verein zu helfen. Zum anderen sei der Einsatz geeignet, mehr Leute kennen zu lernen, so die 38-Jährige.
Neue Leute hat auch Anke Schwerinske kennen gelernt. "Viele Gesichter kenne ich, aber es sind auch ganz neue dabei", kommentierte die Vorsitzende des Fördervereins. Sie gab zu Beginn allgemeine Informationen. Zum Beispiel, dass fünf der 13 teilnehmenden Vereine bereits Freitag anreisen. Bis auf die Gäste aus Dresden (Sachsen), die in der Anne-Frank-Oberschule residieren, werden alle Aktiven im Oberstufenzentrum untergebracht, in der Sporthalle und in Klassenräumen. Die müssen folglich ausgeräumt werden. "Nach dem Schulschluss geht es los", kündigte sie an. Und wenn am Sonntag die letzten Vereine abgereist sind, müssen Bänke und Stühle wieder hinein. Wer dabei mit zupacken möchte, könne sich auch kurzfristig entscheiden und sich im Org-Büro im Jugendsporthaus (hinter der Schwimmhalle) melden. Zudem fehlten noch ein paar spezielle Vereinsbetreuer für die Gäste. "Vielleicht finden sich ja noch Ehemalige", so Anke Schwerinske.
Sie kümmerte sich in der Folge speziell um das Kassen-Thema. Sieben Kassen wird es geben, jeweils mit zwei Helfern besetzt. Alle stehen am einzigen Eingang, dem Zugang von der Wriezener Straße. Einlass ist dort am Sonnabend ab 10 Uhr. Kasse 1 wird sich um Ehrengäste, Presse und Sonderfälle kümmern. Viele Ehrengäste seien nicht eingeladen. "Wer uns unterstützen will, kann auch den Eintritt bezahlen", hieß es. Als positives Beispiel in der Hinsicht wurde Kosmonaut Sigmund Jähn genannt, der stets eine Karte gekauft habe.
Eine andere Gruppe wird Gäste an den Parkplätzen einweisen. Die Parktaschen in der Wriezener sind zum Beispiel gesperrt und für Busse der Vereine vorbehalten. Und andere Stellflächen in der Nähe des Stadions den Helfern. Zuschauer sollen hingegen am Flugplatz parken und den Shuttle-Bus nutzen. Und eine dritte Truppe um Martin Frank übernimmt Ordneraufgaben.
Anke Schwerinske dankte vorab allen Beteiligten schon mal für ihren Einsatz. "Das ist ja doch was Größeres als ein Kinderfest."
Wer noch helfen will: Tel. 0176 23462189 (Dana Poppe) oder E-Mail an helfer@fv.fanfarenzug-strausberg.org.