Am Neubau führt kein Weg vorbei, das wurde in der Ausschusssitzung noch einmal deutlich. Vorsitzende Claudia Katzer (Linke) erinnerte an die Begehung durch das Gremium, die es vor knapp zwei Jahren gab. An die fehlende richtige Umkleide (nur in der Garage direkt neben den Fahrzeugen behelfsmäßig möglich), die Probleme bei der Ein- und Ausfahrt auf die Kurve der Dorfstraße und manches, was an Ausstattung dringend wünschenswert sei, derzeit aber fehlt. Ebenso wie der Platz für ein weiteres Fahrzeug, das angeschafft werden soll. Ganz zu schweigen von den zu langen Ausrückzeiten, da sich das Gerätehaus bisher im Alt-Dorf befindet, die meisten Einsätze aber im neuen Siedlungsbereich liegen, weil auch dort die meisten Menschen leben.
Ein Umzug auf die andere Seite der L33 sei deshalb ebenfalls ein ganz wichtiger Punkt. In der Prüfung von vier Standorten blieb das Grundstück zwischen Neuenhagener Chaussee und Altlandsberger Chaussee übrig, das nun empfohlen wird. Auch laut Gefahrenabwehrbedarfsplan gebe es dazu keine Alternative, sagte Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke).
In der Machbarkeitsstudie des Neuenhagener Ingenieurbüros Seidel sind die verschiedenen Aspekte des geplanten Neubaus detailliert aufgelistet. Im Garagenbereich geht es um ausreichend Platz für einschließlich der Neuanschaffung fünf Fahrzeuge und das Rettungsboot. Im Außenbereich sind Parkplätze für 40 Privatfahrzeuge der Feuerwehrleute vorgesehen sowie eine 50 mal 27 Meter messende Übungsbahn. Der innenliegende Waschplatz, der ebenfalls geplant ist, solle dann für alle Ortsteilwehren zur Verfügung stehen. Auch einen extra Trockenraum für die Kleidung wird es laut dieser Planung geben, ein Lager für technische Ausrüstung und - gemäß den feuerwehrinternen Vorgaben - ein separates für die Atemschutzgeräte. Um bis zu 70 Personen Platz zu bieten, ist der große Schulungsraum mit 105 Quadratmetern konzipiert. 40 Quadratmeter wird das Zimmer der Jugendfeuerwehr haben, das auf 20 Personen ausgelegt ist. Ein 25-Quadratmeter-Raum ist dem Ortswehrführerbüro samt Besprechungsmöglichkeit von sechs Kameraden vorbehalten, ein zweiter in identischer Größe ist für drei Arbeitsplätze, darunter Jugendwart und Gerätewart, geplant. Hinzu kommen noch Umkleiden/Sanitärräume, ein Besprechungsraum von 25 Quadratmetern und der Funk-/Bereitschaftsraum.
Steffen Molks (SPD) hält eine bisher nicht vorhandene direkte Anbindung an die Neuenhagener Chaussee für wichtig. "Mit einer Ampelanlage, die sichert, dass ausfahrende Feuerwehrfahrzeuge Vorrang haben." Die könnte vielleicht sogar mit den anderen Ampeln gekoppelt werden. Die Hönower Feuerwehrführung sei in die Planungen einbezogen worden, hieß es auf eine diesbezügliche Nachfrage von Sven Siebert (CDU).