Der Flugplatz  Strausberg will spätestens in zwei Jahren die Betriebserlaubnis für den Instrumentenanflug bekommen haben. "Unsere Zielstellung ist 2021", sagte Irina Kühnel, die als Geschäftsführerin in der Stadtwerke-Gruppe für den Bereich Verkehr zuständig ist, gegenüber dieser Zeitung. Das Thema lasse sich nicht auf Knopfdruck erledigen, auch wenn die Genehmigung für den Instrumentenanflug bereits vorliege. "Flugzeuge haben sich auf und in festgelegten Routen und Flughöhen zu bewegen. Wir befinden uns zum Beispiel noch im Flugkorridor von Schönefeld" – und damit zu manchen Zeiten in der Flugroutenbeschreibung für den Großflughafen. "Da müssen wir mit unseren Flugrouten eingeplant werden", sagt sie. Für die Umsetzung der Planung sei die Deutsche Flugsicherung zuständig.
Bisher ist auf dem Flugplatz nur der Sichtflug möglich. Starts und Landungen können nur erfolgen, wenn der Pilot freie Sicht auf die Start- und Landebahn hat. Der Flugplatz hatte den satellitengestützten GPS-Instrumentenan- und Abflug im Jahr 2016 bei der zuständigen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg beantragt. Irina Kühnel zufolge habe der Instrumentenanflug mehrere Vorteile. "Flieger können den Platz auch bei schlechter Sicht ansteuern und haben mehr Planungssicherheit, wenn sie an Termine gebunden sind." Auch für Passagiere würden Flugreisen attraktiver, wenn sie sich auf die Planung verlassen könnten.