An der Hönower Gebrüder-Grimm-Grundschule soll ab Anfang nächsten Jahres ein Freizeitangebot für Kinder ab dem Alter von etwa zehn Jahren geschaffen werden. Die können den Hort ab der 5. Klassenstufe nicht mehr besuchen, finden aber in der Regel in Jugendklubs noch keine Berücksichtigung. Deshalb ist auch von sogenannten Lücke-Kindern die Rede.
Die Gemeindevertretung hat bei ihrer Sitzung am Montag den Vorschlag der Verwaltung bestätigt, dass sich die Jugendwerkstatt Hönow an dem Standort um die Altersgruppe kümmern soll. Beim Neubau der Schule waren im Untergeschoss des Hortflügels eigens zwei Räume zu diesem Zweck eingeplant und eingerichtet worden. Darüber hinaus können auch die Sporthalle, die Lehrküche und das Ortsteilzentrum mitgenutzt werden.

Angebote an Nachmittagen und in den Ferien

In den Räumen soll der freie Träger mit eigenem Personal ca. 30 Stunden pro Woche Angebote machen und kann zusätzlich Honorarkräfte oder Kooperationspartner binden. Die Gemeinde stelle sich insbesondere offene Freizeitangebote am Nachmittag und in den Ferien vor, wie z.B. Kreativ- und Sportangebote, Projekte zur Demokratiebildung, Angebote mit medienpädagogischen Schwerpunkten, Beratungsangebote usw., heißt es in den Unterlagen. Eingeplant sind Kosten von gut 45.000 Euro jährlich.

Angebot ist ein Testlauf

Ursprünglich war eine Laufzeit von einem Jahr ab Anfang November vorgesehen. Weil aber die Jugendwerkstatt erst noch Personal binden müsse, verständigte sich die Gemeindevertretung auf einen Starttermin Anfang Januar 2021.
Die Option zur Verlängerung mit beiderseitigem Einverständnis um ein Jahr wurde indes gestrichen, weil man dies nicht allein dem Bürgermeister überlassen wollte. Der Fachausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales hatte zwar einstimmig empfohlen, dem Vergabevorschlag zu folgen, aber es hatte nur einen übrig gebliebenen Bewerber gegeben, monierte Ausschusschef Thomas Scherler (CDU).
Er hatte maßgeblich mit darauf hingewirkt, dass im Schulneubau Räume für die Lücke-Kinder vorgesehen werden. Es sei nun ein Testlauf. Wenn das Angebot nicht angenommen werde, könnten die Räume später problemlos auch Schule oder Hort zugeschlagen werden, sagte er.