Endlich wieder raus und etwas erleben – das haben sich offenbar viele am Wochenende gedacht und sich bei bestem Wetter in die Strausberger Innenstadt aufgemacht. Die zwischen Predigerstraße und Marktplatz aufgebauten Lichtinstallationen und Illuminationen des Cottbuser Lichtkünstlers Jörn Hanitzsch sorgten dafür, dass sich in der Stadt so viele Leute tummelten, dass man fast meinen konnte, es sei normales Altstadtfest. Besonderer Anziehungspunkt waren die gut 160 Pinguine auf dem Markt, die im Takt der Musik die Farbe wechselten. Zwar waren die Techno-Klänge nicht jedermanns Sache, aber sie passten halt zu der Szenerie. Viele hielten das Spektakel mit dem Smartphone fest, hier und da bewegten sich Körper im Takt und gerade die Jüngsten standen mit staunenden Augen am Rand.
Die Show hatte durch den frühen Einbruch der Dunkelheit im Oktober natürlich auch eine familienfreundliche Startzeit. Und der laue Abend tat sein Übriges. Selbst Stadtverordnete, die sonst eher als harte Rechner gelten, sahen jedenfalls das kommunale Geld für die Veranstaltung gut angelegt.

Händler äußert Wunsch nach autofreier Straße

Auch Geschäftsleute aus der Großen Straße, die ihre Läden am Feiertag geöffnet hatten, zeigten sich am Ende ganz zufrieden. Buchhändler Falko Micklich vermeldete ordentlich Bewegung und hatte von Kolleginnen Ähnliches gehört. Er hätte sich indes gewünscht, dass die Große Straße an Tag dem komplett autofrei gehalten worden wäre.
Manche Besucher monierten, dass am Markt nur ein Getränkewagen stand, so dass es bisweilen recht voll wurde. Und einen Zollstock zum Nachmessen der Abstandsregeln hätte man jedenfalls am Sonnabendabend vermutlich nicht überall anlegen dürfen. Mit Maske waren zwar auch Besucher unterwegs, aber die waren, soweit erkennbar, in der Unterzahl.