Die Stimmung war fröhlich. Mit Flatterbändern, Hupen, Geklingel und lautem Hallo waren die Demonstranten unterwegs. Viele hatten ihre Kinder dabei. Die durften auf der L 34 radeln, etwas, was ihnen sonst untersagt wird. „Ich bin die Strecke diese Woche selbst gefahren. Die Autofahrer rasen in einem Abstand von zehn Zentimetern an einem vorbei, das ist lebensgefährlich“, erklärt Ortsvorsteher Jens Knoblich, der zu dieser Demo aufgerufen hatte.
Seit den 90er Jahren gibt es immer wieder Forderungen, dass ein Radweg gebaut wird. Neben den Sicherheitsfragen – den Gladowshöher Kindern, die keinen Schulbuszuschuss mehr bekommen, wird gar empfohlen, die Strecke als Schulweg per Rad zu nutzen – hat Ralf Bläsing weitere Argumente: „Wir dürfen den touristischen Aspekt nicht vergessen und auch, dass ein Radweg, den die Kinder nutzen könnten, auch dazu führt, dass sie Sport treiben. Und zu guter Letzt ist Radeln auch die umweltverträglichste Variante des Verkehrs“, meinte der Hohensteiner, der mit seinen vier Frauen Angelina (7), Franziska (11), Stefanie (21) und Ehefrau Ramona zur Demo kam.
Klar ist allen Anwohnern, so Ortsvorsteher Jens Knoblich, dass der Radweg trotz der Demo nicht gleich morgen kommt. „Sollten wir aber in den kommenden Monaten keine deutlichen Zeichen sehen, treffen wir uns hier nächstes Jahr wieder.“
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