Der Stadtkonzern wird demnach künftig von drei Geschäftsführern geleitet, „die die Herausforderungen von Energiewende und Digitalisierung mit der Sektorenkopplung als Weg zum gemeinsamen Ziel betrachten“, heißt es. Andreas Gagel werde den Prozess unterstützend begleiten. Er war zuletzt alleiniger Geschäftsführer des Stadtkonzerns und aller seiner Töchter.
Für den Sektor Wohnen übernimmt Markus Derling die Verantwortung, der seit Jahresbeginn Geschäftsführer der SWG ist (wir berichteten). Bei ihm sollen alle Themen, die Schnittmengen zum Programm für nachhaltige Entwicklung „Lokale Agenda Strausberg 2020“ darstellen, gebündelt werden, heißt es. Der 54-Jährige gehörte bis zum Sommer der Rathausspitze in Frankfurt an, war an der Oder unter anderem Kämmerer,  Dezernent beziehungsweise Beigeordneter  für die Bereiche Kultur, Stadtentwicklung und Bauen sowie zuletzt Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl.
Für den Sektor Verkehr ist ab 1. März Irina Kühnel (Jahrgang 1976) zuständig. Neben den Themen Straßenbahn, Fähre und Flugplatz wird sie sich um den kaufmännischen Part der Unternehmensgruppe mit dem Jahresabschluss kümmern. Irina Kühnel ist Diplom-Kauffrau und hat einen Master of Science im Fach Energiemanagement der Uni Koblenz. Sie arbeitete unter anderem als Fachbereichsleiterin Infrastruktur und „Credit Risk“ der Deutschen Kreditbank. Die neue Geschäftsführer-Struktur wird durch Frank Elstermann (Jahrgang 1968) komplettiert, der am 1. April seinen Dienst als Geschäftsführer der Stadtwerke antritt. Der studierte Maschinenbauer hat einen Master of Business Administration. Er war Manager bei British Gas, Siemens und Geschäftsführer einer Gasag-Tochter in Berlin. Elstermann soll die Digitalisierungsprozesse der Unternehmensgruppe steuern.
Bei ihrer Vorstellung im Aufsichtsrat der Eisenbahn haben die drei Kandidaten Eindruck hinterlassen. „Alle drei beeindruckten das Gremium mit ihren überzeugenden fachspezifischen Auftritten und dem nachdrücklichen Interesse, als Team für den Strausberger Konzern zur Verfügung stehen zu wollen.“ Ob Gagel bis zu seinem Rückzug in zwei Jahren vorerst Geschäftsführer bleibt oder nur beratend tätig ist, entscheiden die jeweiligen Gremien. (mst)