Spieltag der Fußball-Brandenburg-Liga trennten sich Gastgeber Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf und TuS Sachsenhausen 1:1. Die Doppeldorf-Fußballer setzten somit ihre erfolgreiche Serie fort und konnten auch gegen den Tabellen-Sechsten punkten.
"Am Ende bin ich mit dem Punkt zufrieden", sagte Blau-Weiß-Cheftrainer Roman Sedlak, dessen Elf das Hinspiel im November noch klar mit 0:3 verloren hatte.
Die erste richtig gute Torchance besaßen die Blau-Weißen. Ein weiter präziser Abschlag von Torwart Florian Rudolph fand Anton Feiler (2.), der direkt und nur äußerst knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Kurz darauf war Silvan Küter zweimal fast der Gäste-Abwehr entwischt. Der Turn- und Sportverein aus Sachsenhausen strahlte vorwiegend Gefahr durch Standards aus. Nachdem Marvin Lewin (7.) noch auf das blau-weiße Tornetz köpfte, war Edgar Kordecki (12.) wenig später per Kopf erfolgreicher. Er verwandelte einen Eckball zum 1:0 für die Gäste. "Gegen einen wuchtig starken Gegner fehlten uns bei den gefährlichen Gäste-Standards Resad Demann und Martin Kohlmann als körperlicher Gegenpart", so Sedlak.
Rudolph konnte sich in der Folgezeit noch oft auszeichnen, entschärfte beispielsweise einen Lewin-Freistoß großartig aus dem Dreiangel. Nachdem Roger Sobotta von Kapitän Andor Müller umgehauen wurde, versuchte auch der Gastgeber zum Ende der ersten Spielhälfte noch selbst ein paar Akzente zu setzen. Kurt Skusa (28.) schoss in günstiger Position vorbei, Küter (34.) wurde per Abseitspfiff am möglichen Ausgleich gehindert und ein Feiler-Kopfball-Tor (39.) soll ebenso Abseits gewesen sein. "Nach der ersten Halbzeit lag Sachsenhausen verdient in Führung", gab Tim Bolte ehrlich zu. "Wir hatten die Zweikämpfe bis dahin nicht gut geführt und nicht wirklich ins Spiel gefunden. Aber wir haben uns in Halbzeit zwei gesteigert und uns den Ausgleich verdient."
Als sogenannten "Heim-Schiedsrichter" erkannten die Fußballfans auf dem Waldsportplatz den Unparteiischen Maximilian Bauer keineswegs. Wiederholt pfiff er eine verheißungsvolle Feiler-Chance zurück. Doch Sachsenhausen konnte dies nicht nutzen, obwohl sie Mitte der zweiten Halbzeit dem 2:0 näher waren. Lewins (65.) starkes Solo fand am Fünfmeterraum aber keinen Abnehmer und Christopher Groll (76.) köpfte in die Arme Rudolphs.
Blau-Weiß agierte dann nochmal stärker und druckvoller. Mit der Einwechslung von Lars Dingeldey stellte Sedlak auf drei Stürmer um. Kapitän Maximilian Traue feuerte seine Elf zudem immer wieder motivierend an. Denis Rolke (75.) nahm sich schließlich aus der Distanz ein Herz, sein Volleyschuss zischte scharf am TuS-Tor vorbei. Ein Knaller von Maurice Ulm (77.) zwang Keeper Nick Schrobback zu einer spektakulären Faustparade.
Und dann fiel der ersehnte Ausgleich. Routinier Dingeldey setzte sich auf Linksaußen energisch durch und bediente Küter (84.), der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Fast hätte er auch noch den Siegtreffer für Petershagen-Eggersdorf in der Nachspielzeit erzielt. Äußerst knapp rutschte sein flacher Ball am Gäste-Tor vorbei.
"Das war eine doch insgesamt klasse Mannschaftsleistung und eine tolle Reaktion von uns", sagte Bolte. "Mit Glück geht Silvans Schuss noch rein, das wäre aber wahrscheinlich zu viel des Guten gewesen. Letztendlich ein verdientes Unentschieden", stellet der beste Spieler der Blau-Weißen an diesem Nachmittag fest.