Und das stimmt durchaus, denn bereits nach vier Minuten hätte Christopher Lennon Skade den Führungstreffer markieren können. Er traf den Ball nicht voll, so dass die Kugel am Brandenburger Tor vorbeirollte. Im Zwei-Minuten-Takt ging es weiter. Ein Freistoß aus zentraler Position von Kenan Günaydin ging ganz knapp am rechten Pfosten vorbei und wiederum zwei Minuten später hatte Luis Suter nach Flanke von Alexander Hinz Pech. Strausberg spielte viel versprechend und Richter sagte dazu: "Ich habe viel Gutes gesehen."
Schock durch Elfmeter
In der 13. Minute gab es den ersten Angriff der Brandenburger, die bis dahin um die eigene Ordnung rangen. Nach einem Zweikampf an der Strafraumgrenze pfiff Schiedsrichter Benjamin Buth Elfmeter für den Brandenburger SC Süd. Proteste der ­Strausberger gab es kaum. Ugurcan Yilmaz jagte den Ball ins linke obere Eck und ließ Strausbergs Torhüter Marvin Jäschke nicht den Hauch einer Chance. Deutlich war den Strausbergern der Schock anzumerken und der Gast kam besser ins Spiel. Nach einem Konter über Luca Köhn gab es zunächst für Nicholas Engel eine dicke Gelegenheit. Nach scharfer Eingabe von Faruk Sentürk hätte Lukas Kohlmann wenig später aus knapp zehn Metern einschießen können. So deutete sich der zweite Treffer für die Gäste regelrecht an. Ricky Djan-Okai konnte den Ball nach einem Konter vor der Strausberger Abwehr behaupten, spielte weiter zu Engel, der aus spitzem Winkel eiskalt einschoss. Mit dem 2:0 wurden auch die Seiten gewechselt.
Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber beide Mannschaften liefen viel und hielten das Tempo hoch. Richter sagte später: "Wir hatten ungefähr 80 Prozent Ballbesitz." Und es gab durchaus Chancen für den FCS. Nach Ecke von Kaan Bektas musste sich Brandenburgs Torhüter Toni Neubauer nach dem Kopfball von Tim Falk schon sehr lang machen. Die nächste Gelegenheit hatte Alexander Sobeck, der im Strafraum der Gäste den Ball im Abschluss nicht voll traf. Skade, bester Strausberger an diesem Nachmittag, und der eingewechselte Mathias Reischert hatten weitere gute Gelegenheiten. Es blieb schließlich beim 2:0 für die Gäste und ihren überglücklich Trainer Mario Block. "Wir wollten heute als Team und vor allem mit Kopf spielen. Das hat aus meiner Sicht gut geklappt. Nach neun Spielen sind wir heute ohne Gegentor geblieben, was mich noch mehr freut", sagte Block nach der Partie vor nur 90 Zuschauern.
Trainer schützt Mannschaft
Natürlich war Strausbergs Oliver Richter enttäuscht, nahm aber seine Mannschaft in Schutz. "Die Truppe ist verunsichert, was man heute deutlich gesehen hat. Wir werden weiter hart arbeiten, so dass wir schon in den nächsten Spielen ohne Gegentreffer bleiben. Der Klassenerhalt wird unsere Meisterschaft sein."
Richter antwortete auch auf die Frage aus dem Fan-Bereich, wie er die Mannschaft und Fans enger zusammenbringen möchte. "Die Mannschaft soll in erster Linie attraktiven Fußball spielen und durchaus wieder Fan-Nähe haben. Die Fußballer spielen für den Verein und auch für die Fans", sagte Richter mit deutlichen Worten.
Am Sonnabend spielen die ­Strausberger bei der Sp.Vg. Blau Weiß  Berlin.
FC Strausberg: Marvin Jäschke – Ruben Pilumyan, Alexander Sobeck, Tim Falk, Alexander Hinz – Anton Hohlfeld, Kaan Bektas, Luis Suter (83. Farrih Habibli), Kenan Günaydin (50. Matthias Reischert) – Christopher Lennon Skade, Felix Angerhoefer