Im November vergangenen Jahres wurde mit der Gestaltung des Areals begonnen. Ein Gemeinschaftsprojekt, denn nicht nur Eltern beteiligten sich mit Aktionen, sondern auch der Hausmeister Jürgen Sabin, der Wilkendorfer Holzkünstler Alexander Jede, Johanna May von GALABAU Hoppegarten ...
Wo ursprünglich nur ein alter Wacholderbusch stand, entstand so nach und nach ein Barfußpfad, der die Lebensgeister von unten "ankurbelt". Denn ob nun Sand, Kies oder Kieselsteine, Holzscheiben, Stöckchen oder Baumrinde, alles reizt die Sohlen, schult die Sinne, nicht zuletzt, wenn man nach dem Parcours durch das Wasserbassin stakst.
Der erste Test jedenfalls begeisterte die Kinder und wird auch unter den Erwachsenen Anklang finden, denn der Garten soll offen für alle sein, wie die Leiterin der Kita, Beatrice Smith, erklärte. Ein Kräuter-Hochbeet und drei Findlinge zum Ersteigen komplettieren das Ensemble, das noch um einige Anpflanzungen bereichert werden soll.
Der Kneippsche Grundgedanke wird damit in Petershagen weiter gepflegt und ausgebaut. Schließlich war man 2006 die zweite der mittlerweile 52 vom KneippLandesverband Berlin-Brandenburg zertifizierten Einrichtungen. Eine Kneipp-Ausbildung haben hier alle. Und verschaffen dem Kneippschen Motto Nachdruck: "Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt." Das sei in einer Kita bestens umzusetzen.
Denn die Philosophie Sebastian Kneipps ließe sich den vom Bildungsministerium vorgegebenen Bildungsbereichen bestens zuordnen, erklärt Helga Bachert vom Kneipp-Landesverband. "Es kostet wenig bis nichts und erfordert keine höhere Arbeitsbelastung, wenn man Regeln Kneipps im Rahmen von Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen anwendet", setzt sie hinzu.