Spezialisten der Feuerwehren aus Strausberg und Petershagen sicherten den Brief samt Inhalt in zwei eingeschweißten und desinfizierten Tüten. Der Brief wurde zur weiteren Untersuchung an das Landeskriminalamt in Eberswalde geschickt. Die Mitarbeiterin der Poststelle, die den Brief geöffnet hatte, wurde vom Notarzt untersucht. "Sie hat keine Auffälligkeiten gezeigt", sagte Sven Brandau. Der Einsatz war nach einer guten Stunde gegen 10 Uhr beendet. Die Feuerwehr ­Strausberg war mit einem Gerätewagen Gefahrgut vor Ort, unterstützt von Kräften aus Petershagen mit einem Erkundungsfahrzeug zur Überprüfung chemischer Stoffe.

Polizeichef dankt Feuerwehr

"Das ist ein Fahrzeug vom Bundesinnenministerium und hat Messtechnik an Bord für atomare und chemische Stoffe", sagte der Petershagener Zugführer im Einsatz, Paul Sauer. "Wir können damit verschiedene Proben entnehmen, von Luft über Flüssigkeiten bis zu trockenen wie diesem Pulver." Die Stoffe könnten damit auch grob klassifiziert werden. Die genauere Untersuchung übernehme aber jetzt das Landeskriminalamt.
Sven Brandau konnte sich nicht an einen ähnlichen Vorfall in seiner Inspektion in den letzten Jahren erinnern. "Es kommt aber immer mal wieder vor, dass Polizeidienststellen solche Briefe erhalten", sagte er. Den Feuerwehrleuten dankte er für ihren Einsatz. "Die haben das professionell abgearbeitet."