Schlechte Nachrichten für viele Kunden der Strausberger Stadtwerke GmbH. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, steigen ab 1. November die Strompreise für all jene Kunden, die in ihrem Tarif keine Preisgarantie haben.
In der Grund- und Ersatzversorgung beträgt der monatliche Grundpreis laut Stadtwerke-Sprecherin Gesa Tat dann 12,40 Euro statt bisher 8,85 Euro und der Arbeitspreis 49,90 Cent pro Kilowattstunde statt bisher 29,40 Cent bei einem Verbrauch unter 4.000 Kilowattstunden. Damit würden die beiden Grundversorgungstarife in Strausberg, der ssg.classic und der ssg.basis, in einem Preismodell wieder zusammengeführt. Bei einem Jahresverbrauch ab 4.000 Kilowattstunden entfällt der monatliche Grundpreis. Der Arbeitspreis beträgt dann aber 53,62 Cent je Kilowattstunden, der bisher bei 32,06 Cent lag.

Abschlag wird nicht automatisch angepasst

„Alle von Preisänderungen betroffenen Kunden erhalten von uns rechtzeitig eine schriftliche Information. Wir empfehlen, den monatlichen Abschlag anzupassen – am einfachsten direkt über unser Kundenportal. Eine automatische Abschlagsänderung nehmen wir nicht vor“, so Tat weiter.
Zum Hintergrund erklärt sie weiter: „Die Strom- und Gaspreise an der Börse stiegen in diesem Jahr bedingt durch politische Unsicherheiten und klimatische Einflüsse dramatisch. Die Angebote an den Energie-Märkten wurden und werden knapper. Unsere Energiebeschaffung musste 2022 an die neue Marktsituation angepasst werden.“
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Strausberg

Fehlende Mengen müssten als Ausgleichsenergie an den Spotmärkten – das ist die tagesaktuelle Beschaffung von Strom und Gas zu Börsenpreisen – beschafft werden. Die Beschaffungspreise an den Energiemärkten würden momentan extrem schwanken, alle Unsicherheiten, ob politischer oder wirtschaftlicher Art, spiegelten sich in den Preisen wider. „Am Spotmarkt kostete eine Megawattstunde Strom am 01.09.2020 noch 49,81 Euro, am 01.09.2021 bereits 111,86 Euro und am 01.09.2022 horrende 571,20 Euro. Es ist uns letztlich gelungen, einen großen Teil der Strommengen für dieses Jahr zu sichern, ohne Höchstpreise dafür zu zahlen. Aber diese Preise sind trotzdem deutlich höher als in den Vorjahren und müssen nun zu einem großen Teil weitergegeben werden“, so Tat.
Den Stadtwerken sei bewusst, dass viele Kundinnen und Kunden schon jetzt stark unter der Inflation und den allgemeinen Preissteigerungen leiden. Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten sollten sich ohne Zögern möglichst frühzeitig an uns wenden, damit wir gemeinsam eine Lösung finden. „Wir schöpfen unsererseits weiterhin alle Möglichkeiten aus, um die Preisentwicklung zu dämpfen, soweit es in unserem Verantwortungsbereich liegt“, so Tat. Kunden könnten ihre Kosten selbst beeinflussen, wenn sie Energieeinsparmöglichkeiten erschließen und nutzen. Die Stadtwerke würden dazu auch beraten und haben Tipps auf ihrer Internetseite veröffentlicht.