607488
Gleich vorweg: Die Genschmarer konnten ihre Spitzenposition im Vier-Bahnen-Pokal 2017 behaupten. Die eigentlich über fünf Bahnen - also an fünf Standorten - ausgetragene Wettkampfserie beinhaltet immer einen Löschangriff nass mit einer Tragkraftpumpe TS 8/8 TGL aus DDR-Zeiten, die jede Feuerwehr selbst mitbringt und erlaubterweise auch gern zu höherer Leistung tunt. Wenn die Genschmarer, die erst kürzlich maßgeblich als Team MOL die Feuerwehrsport-Olympiade gewonnen haben, auch nur den 3. Platz in Ihlow belegten, bleiben sie doch vorn, gefolgt von Willmersdorf-Stöbritz, einem Ortsteil von Luckau, und Stücken, das auf Platz 2 einkam.
Zwei Wertungsläufe mit gestellten Tragkraftspritzen gab es danach beim 8. Ihlower Ackerpokal. Starter Thomas Lind aus Töpchin bei Mittenwalde hatte gut zu tun. Hauptkampfrichter Egon Schneider, der souverän über ein Headset und die Discoanlage den Wettkampf leitete, konnte sich auf ihn und die Frau am Laptop im Wohnanhänger verlassen - Anne Schneider, seine Ehefrau. Sie hatte gar ein lokales WLAN eingerichtet, über das alle Mannschaftsleiter am Smartphone den Verlauf des Wettkampfes verfolgen konnten. Kein Wunder, denn die heute 71-Jährige erlernte dereinst beim VEB Maschinelles Rechnen in Leipzig die Grundlagen der EDV. Ein Löschangriff nass dauert keine Minute, manchmal nicht mal eine Viertelminute. Und kaum hatten die Spritzer zielsicher zehn Liter Wasser in den Zielkästen untergebracht, kommandierte Egon Schneider: "Die Mannschaften sind da, die Technik steht auf der Platte, die Vorbereitungszeit beginnt jetzt." So dauerte es nur eine Stunde, bis der dritte Wertungslauf des Vier-Bahnen-Pokals mit 14 Teilnehmern, also sieben Paar-Rennen, über die Bühne des Ackers ging. Am Ende konnten die Ihlower Gastgeber als Siebtschnellste ihren vierten Rang in der Gesamtwertung behaupten.
An ihrem Ackerpokal gingen dann 18 Teams zu je zwei Wertungsläufen an den Start. Eigentlich hätten es noch mehr werden sollen. Zinndorf sei sonst immer dabei gewesen, sagte Sebastian Wiese, und das Frauenteam Märkische Findlinge aus sechs Ortswehren der Umgebung musste wegen beruflicher Verpflichtungen auch absagen. Beim Ackerpokal kam Ihlow selbst auf dem vierten Rang ein, hinter Genschmar 2, Groß Muckrow und Stücken.
Und während aus den Lautsprecherboxen "Atemlos durch die Nacht" über den Platz schallte, hecheln die Wettkämpfer über den Ihlower Acker, ziehen dabei die Schläuche hinter sich her, kuppeln sie und rennen weiter, beseelt vom Willen zum Sieg.
Beste Bedingungen beim Ihlower Feuerwehrwettkampf / Willmersdorf-Stöbritz siegt im Vier-Bahnen-Pokal