Die derzeit geltende Schließung ist, wie die meisten anderen Maßnahmen, erst mal bis 19. April befristet. "Diesen guten Monat bekommen wir sicher überbrückt", sagt Philipp Grund, der das Haus zusammen mit seinem Bruder übernommen, damit gerettet und auch in die Modernisierung investiert hatte. Auch ein zweiter Monat würde den Betreibern noch nicht finanziell das Genick brechen, ein paar kleine Rücklagen habe man ja. "Aber wenn es deutlich länger werden sollte, wird es schon prekär", schließlich gebe es bestimmte Fixkosten, die monatlich auch ohne Spielbetrieb weiterlaufen.
Filme würden ohnehin nur wochenweise bestellt, die noch am Montag für das neue Programm ab Donnerstag verschickte oder habe man umgehend storniert. Zumindest Leihgebühren ohne Refinanzierung durch Gäste fallen damit nicht an. Etwas mehr Sorge macht dem Kinobetreiber allerdings, dass die großen Verleiher schon bis Juni anstehende Filmstarts abgesagt hätten. "Selbst wenn wir schon vorher wieder öffnen dürfen, fehlen uns dann etwas die zugkräftigen neuen Filme."