Ein Raum der Heimatstube auf der rückwärtigen Seite der Grundschule ist wie eine Küche eingerichtet. Auf der alten Kochmaschine sind Teekessel, Waffeleisen, Sieb und metallene Wärmflasche versammelt. Ein Wandhalter mit Topfdeckeln, das große Tongefäß für die sauren Gurken, die Blechmilchkanne, das Butterfass - alles das ist Älteren noch aus den Küchen der Eltern oder Großeltern bekannt. Das Regal mit den Kaffeekannen und Tellern in der Ecke aber passt einfach nicht dazu.
Deshalb hoffen die Heimatfreunde darauf, dass sich in irgendeinem Haushalt so etwas finden lässt und die Besitzer sich vielleicht ohnehin von diesem Stück trennen wollten. So wie es immer wieder Bürger aus der Gemeinde tun und auf diese Weise die Heimatstube mit lebendiger Vergangenheit füllen. Ihnen sei besonders gedankt, so Martin Tesky.
Unter anderem eine alte Blechschüssel, ein Entsafter, die eiserne Pfanne gehören zu jüngsten Spenden, die sogleich einen besonderen Platz in der Heimatstube gefunden haben. Im großen Ausstellungsraum sind diese und weitere so an geordnet, dass sie sofort ins Auge fallen. Dazu ein Blatt mit Namen von Spendern: Richter, Grützbach, Tesky, Ross, Förster, Schulz, Riese, Donath ...
Der Verein ist beständig auf der Suche nach Exponaten bzw. Gegenständen, die das ganz normale Leben in vergangener Zeit in Rehfelde dokumentieren bzw. untermalen können.
"Hier liegt zum Beispiel ein Teil der Hochzeits-Ausstattung von Frau Haube", sagt der Vereinsvorsitzende der Rehfelder Heimatfreunde und deutet auf die in Blau bestickten Leinen-Tücher, Wandbehänge, Bordüren in der Küche von anno dunnemals.
Und dann vielleicht noch ein stilgerechtes Küchenbüfett ...