Dass es neben ihrem Traumberuf Erzieherin viele weitere Möglichkeiten gibt, hat Lea aus der Lise-Meitner-Schule am Sonnabend beim Ausbildungstag erfahren. Mit ihrer Berufseinstiegsbegleiterin Jana Kolb war sie gekommen, um sich umzuschauen. Interessant erschien ihr nach einem Gespräch mit Sabine Huwe am Stand des OSZ dann auch der Beruf einer Sozialassistentin.
So wie Lea erging es vielen jungen Leuten, die sich fürs Angebotene interessierten. Vor allem beeindruckten die Schilderungen der Azubis, die berichteten, wie sie zu ihrem Beruf gekommen waren. Er habe zuerst Polizist werden wollen, sagte Philipp Künzel. Aber nach einem soziales Jahr habe er beschlossen, an der Akademie für Gesundheit in Berlin Krankenpfleger zu werden "Und das bereue ich nicht", sagt er. Für Azubi Josephine Gehrmann ist es am wichtigsten, "mit dem Herzen dabei zu sein", sagt die künftige Altenpflegerin, die in Eisenhüttenstadt an der medizinischen Fachschule für Gesundheitsberufe lernt.
Fachkräfte fehlen auch bei den Landschaftsgärtnern. "Das ist ein so vielseitiger Beruf, man baut Sportplätze, legt Teiche an, gestaltet Parks und Spielplätze. Dabei habe man durchaus mit modernster Technik zu tun", schwärmt Ausbilder Peter Peuker vom OSZ. Tobias Riesmeier (19) hat seinen Beruf schon bei Avado in Strausberg gefunden und tritt damit in Vaters Fußstapfen. Nicht viele Worte machen die Azubis von der TGA Heinemann. Sie schrauben ein Waschbecken an, installieren demonstrativ an Ort und Stelle Klo und Heizung. "Wir sind zum zweiten Mal dabei", sagt Geschäftsführer Matthias Böhme. "Wir werden viel eher an die Schulen gehen müssen, um Nachwuchs für unsere Berufe zu werben", sagt er angesichts der Tatsache, dass im Unterschied zu früher, wo sich 30 bis 40 Bewerber meldeten, es heute nur noch drei oder vier seien, und dann sind es nicht die "Kandidaten, die wir uns wünschten." Nach einem Facharbeiterabschluss bekäme aber jeder seine Chance, sagt Böhme.