Als was sich die Gemeinde versteht und woran sie stetig zu arbeiten gedenkt, fließt im Motto des Leitbildes in wenigen Worten zusammen: "Rehfelde - Das grüne Tor zur Märkischen Schweiz. Innovativ, sozial, ökologisch und bürgeraktiv".
Dem ordnen sich in dem 27-seitigen Papier, das die Gemeindevertreter am Dienstagabend als Beschlussvorlage auf dem Tisch hatten, alle strategischen Orientierungen und dazugehörigen Handlungsansätze unter.
Zum Beispiel als Grünes Tor zur Märkischen Schweiz: Womit ein verantwortungsvolles Flächenmanagement ebenso verbunden ist wie ein behutsamer Umgang mit dem öffentlichen Baumbestand oder Konzepte zur Laubentsorgung.
Zum Beispiel als bunte Einheit aller Orts- und Gemeindeteile: Was neben einem gemeinsamen Image und einer Stärkung des Gemeinschaftsgedankens den Erhalt der typischen Strukturen mit attraktiven Dorfzentren beinhaltet.
Zum Beispiel als soziale Gemeinde mit hoher Lebensqualität: Weshalb angesichts knapper Finanzen Prioritäten in der Daseinsfürsorge gesetzt werden müssen - von erschließungsbedingt angepasster Verkehrsinfrastruktur über bedarfsgerechtes Dienstleistungswesen bis zur Sicherung von Gesundheitseinrichtungen.
Zum Beispiel als Gemeinde zum Wohnen und Arbeiten: Was nicht nur ein besseres Mietwohnungsangebot ins Auge fasst oder neue Modelle für Siedlungs- und Wohnformen, sondern ebenso auf ein wohnverträgliches Gewerbe-Entwicklungskonzept zielt und ein verträgliches Miteinander zwischen Tourismus und Landwirtschaft.
Zum Beispiel als ökologisch orientierte Gemeinde: Wobei nicht nur regenerativen Energien Bedeutung beigemessen wird, sondern Natur und Landschaft wie am Naturlehrpfad in der Gemeinde im Fokus stehen.
Zum Beispiel als lernende Gemeinde: Deren Zustand sich an der Qualität der Kinder- und Bildungseinrichtungen messen lässt und die Kapazitäten durch Kooperation mit weiteren Einrichtungen auch außerhalb des Ortes vergrößern kann.
Zum Beispiel als kreative und lebendige Gemeinde: In der Lust auf Kultur, auf sportliche Betätigung, auf bürgerschaftliches Engagement oder auf bilateralen Austausch wie mit Zwierzyn durch den Ausbau und das Unterstützen von Vereinsangeboten befördert wird.
Zum Beispiel als kommunikative und integrative Gemeinde: Für die Barrierefreiheit nicht nur auf Menschen mit Behinderungen bezogen ist, sondern sich ebenso auf das Denken und Handeln ihrer Bürger bezieht.
Zum Beispiel als mobile Gemeinde: Wobei Vernetzung weniger digital als verkehrsbezogen zu interpretieren ist.
Wenige Worte reichten am Dienstag, um das von einer Projektgruppe (Undine Herlinger, Kerstin Kopprasch, Gerhard Schwarz) in zweijähriger Arbeit erstellte Leitbild nunmehr als grundsätzliche Richtschnur für das Handeln und Entscheidungen von Gemeindevertretern, Vereinsvorständen und anderen zu bestätigen- bei einer Enthaltung.
Immerhin hat breiter Kommunikationsprozess während der Arbeitsperiode dazu stattgefunden, wurde im Mai dieses Jahres ein öffentlicher Workshop durchgeführt, flossen Anregungen und Vorschläge in die Endfassung ein. Dennoch hatten die Akteure ein breiteres Interesse von außen erhofft. Nun sind alle gefordert, mitzutun.