In dem Papier ist manches anders als bisher. Das zeigte sich beim Vorstellen des Entwurfs einer überarbeiteten Straßenausbaukonzeption für Rehfelde und seine Ortsteile durch Ausschussvorsitzenden Michael Henschke (BGR) am Mittwoch. Nicht nur wegen der diesmal am Computer vorbereiteten Präsentation einschließlich anschaulicher Gegenüberstellungen, Zustandsfotos und Luftbildern, wodurch das Verständnis deutlich befördert wurde.
Gegenüber der bisher noch geltenden Konzeption sei nicht mehr einer dauerhaften Instandsetzung oberste Priorität beigemessen worden, legte Henschke die Ergebnisse vor dem Ausschuss dar. Der Arbeitskreis favorisiere den grundhaften Ausbau.
Dabei konzentriere man sich jedoch nicht mehr generell auf Jahresscheiben, in denen festgeschriebene Summen abgearbeitet würden. Immerhin sei bislang ein guter Stand befestigter Straßen erreicht worden, konstatierte er. Dafür rücken aus Sicht des Arbeitskreises einzelne Straßen in den Vordergrund, deren Zustand es besonders nötig mache.
Je nach Bedarf könnte das jährlich festgelegt werden, denn nicht immer kenne die Gemeinde im Voraus, wann beispielsweise der Wasserverband in bestimmten Straßenzügen aktiv werde. Sie wisse auch nicht, wie es in den Folgejahren um die Haushaltsmittel und die Summen für Instandsetzung/-haltung bestellt sei, argumentierte Michael Henschke.
Die an die Wand geworfene Liste für den Zeitraum bis 2025 benannte für den grundhaften Ausbau konkrete Straßen, deren voraussichtliche Ausbaulänge und als Anhaltspunkte Jahreszahlen - wobei der Ausschussvorsitzende die jeweiligen Entscheidungen im einzelnen begründete.
Feste Größe für 2015 ist darin der bereits geplante 2. Bauabschnitt des Klosterdorfer Wegs auf 330 Metern. Für 2016 sieht der Entwurf statt der vormals angedachten Blumenstraße beispielsweise den Ausbau des Quellwegs auf 350 Metern vor. Argument des Arbeitskreises: Für die einst als Ring-Straße angedachte Blumenstraße fehlt dieser typische Charakter. Zudem sei jene zwischen Schul- und Schillerstraße verhältnismäßig wenig genutzt und mit dem Quellweg würden mehr Anlieger erreicht.
Für 2017 wird an einen ersten Bauabschnitt in der Goethestraße gedacht, 2020 an einen ersten Abschnitt der Waldstraße auf 350 Metern - ursprünglich für 2015 geplant. Abschnitte der Karl-Liebknecht-Straße tauchen unter anderem 2022 auf, zudem evtl. 200 Meter Im Winkel zwischen Post- und Karl-Liebknecht-Straße.
Neu integriert wurde in den Entwurf auch Straßenbeleuchtung, und das nicht nur dann, wenn sie im Zusammenhang mit Straßenbau stehe, sagte Michael Henschke. Schließlich gebe es z. B. Straßen, die nur zu Teilen beleuchtet seien, obwohl sie mittlerweile viel weiter bebaut wurden, Teile ergänzt werden müssten. Dabei sollten zugleich Erkenntnisse aus dem Energiekonzept der Gemeinde einfließen, hieß es, und der Austausch mit Energiesparlampen erfolgen. Eine Zeitachse für sechs Straßen vervollständigte diesen Part.
Die Debatte im Ausschuss zeigte bei aller umfangreichen Vorarbeit (u. a. dankte Henschke dafür Familie Krupski, Karsten Gerlach und Frank Donath), dass es zum Entwurf noch einigen Diskussions- und Abstimmungsbedarf gibt. Doch es ist ohnehin vorgesehen, dass die überarbeitete Variante zunächst den Fraktionen zugeleitet und im April der Konzeptentwurf erneut im Ausschuss beraten werden soll.
Überdies spielte sowohl in den Ausführungen zum Entwurf als auch in der anschließenden Beratung immer wieder das Thema Fußweg in Rehfelde-Dorf eine große Rolle.