Und so ging es stimmungsvoll los in der Altlandsberger Erlengrund-Halle. Auf der einen Seite ertönte der Schlachtruf "MTV für immer" und auf der anderen machten sich die Angermünder Frauen mit ihrem Ruf  "Sekt schmeckt" Mut.
Das Spiel begann mit einem Altlandsberger Angriff, der am Angermünder Pfosten endete. Anna Kunze flog von Rechtsaußen in den Kreis und traf nur das Holz. Es dauerte knapp drei Minuten, ehe das erste Tor fiel. Viktoria Varkonyi traf aus dem Rückraum für den MTV und leitete eine gute Phase ihrer Mannschaft ein, die bis auf 3:0 davonzog. Doch danach wurde das Spiel hektisch und zahlreiche Fehler kennzeichneten die Aktionen auf beiden Seiten. Franziska Wein brachte ihren HC zum 5:5-Ausgleich, was vor allem MTV-Trainer Ferenc Remes zu lautstarken Korrekturen im Spiel seiner Mannschaft veranlasste. Und das Spiel der MTV-Frauen wurde tatsächlich besser. Bis zur Pause konnten sie einen Vorsprung von 17:10 herausspielen. Sechs Tore gingen allein auf das Konto von Viktoria Varkonyi.
Erfolgreich durch Konter
Die wichtigste Frage beim Gastgeber war, kann die Mannschaft in dieser Partie endlich auch einmal einen Vorsprung bis zum Ende halten. Der MTV hatte seinen beste Szenen, wenn schnell gespielt wurde. Die Konter wurden diesmal sehr effektiv vorgetragen und Tore, wie das 22:13 von Svenja Tscherniewski, waren durchaus schön anzusehen. Nur MTV-Trainer Remes traute dem Geschehen nicht ganz und schüttelte bei einigen Szenen ungläubig den Kopf. Er war einfach nicht zufrieden.
Angermünde holte plötzlich auf und konnte bis auf 17:22 verkürzen. Hätte MTV-Torhüterin Freya Wagner nicht einen so guten Tag gehabt, die Frauen aus Angermünde hätten das Spiel wahrscheinlich noch enger gestalten können. Nach 60 Minuten Spielzeit war es schließlich vollbracht. Der MTV hatte seinen ersten Saisonsieg. "Wir haben nicht gewonnen, weil wir besser waren", sagte Remes nach dem Spiel. Angermündes Trainer machte seinen Frauen keinen Vorwurf: "Sie haben tapfer gekämpft. Die Saison in der Oberliga ist noch so lang. Wir werden ganz sicher noch Erfolge einfahren", machte er seinem Team Mut.
Altlandsberg: Maika Noack, Freya Wagner – Melanie Wüstner (7), Svenja Tscherniewski (1), Julia Kerber, Sandra Mettcher (1), Anna Kunze (3), Katharina Zschocke, Sophia Fricke (4), Annika Fleck (2), Luisa Neumann (2), Annika Greger (1), Viktoria Varkonyi (5)