"Wir sind in der Situation, nicht nur alle Pflichtaufgaben zu erfüllen, sondern auch im sogenannten freiwilligen Bereich das Gros der Aufgaben umzusetzen", konstatierte Finanzausschussvorsitzender Rudolf Heller (Fraktion FÜR Rehfelde, Werder, Zinndorf). Trotz allem sei der Haushalt "konservativ gerechnet", da niemand im Vorfeld wisse, was das Jahr womöglich noch an Überraschungen bringe.
Das Gesamtvolumen des Etats beläuft sich kommendes Jahr auf rund 8,1 Millionen Euro, um die 400 000 Euro stehen bei der Investitionstätigkeit zu Buche.
Tagesaktuell, informierte Bürgermeister Reiner Donath die Runde, liegt Rehfelde nunmehr bei 4843 Einwohnern. 54 an Zuwachs seit 2015 bedeuten ein fortgesetztes Wachstum, wenngleich etwas verlangsamt. Dass dem Ausbau der Kitakapazitäten in der Gemeinde große Bedeutung zukommt, zeigt auch noch einmal im Vorbericht zum neuen Haushalt der Blick auf die aufgeschlüsselte Bevölkerungsstatistik. So stieg allein die Zahl der Kinder im Vorschulalter (bis fünf Jahre) zwischen 2011 und 2015 von 186 auf 246. Kein Wunder, dass die Position Kita im Haushalt den größten Einzelposten ausmacht. 2,2 Millionen Ausgaben stehen dort 1,8 Millionen Einnahmen gegenüber, was 2017 einen regulären Fehlbetrag von 390 000 Euro ausmacht. Bis 2020 droht dieses Minus auf jährlich 535 000 anzuwachsen, sollten sich die Beträge einnahmeseitig nicht nach oben bewegen.
Die Rücklagen der Gemeinde, 2012 und 2013 noch bei etwa drei Millionen Euro, bewegen sich in den folgenden Jahren bis 2020 nach gegenwärtiger Prognose auf abgeschmolzenem Niveau stabil jeweils zwischen 1,9 und 2,1 Millionen Euro. 2017 bleibt im Plan bei der laufenden Verwaltungstätigkeit ein Minus von 236 000 Euro, 100 000 mehr als 2016.
Allgemein gelobt wurde die sachlich-konstruktive Atmosphäre, in der diesmal der neue Haushalt erarbeitet worden war.