In Betracht kommen demnach ein Betrieb in Eigenregie durch Mitarbeiter der Verwaltung, der Betrieb durch die Museums- und Kultur GmbH und als dritte Möglichkeit eine öffentliche Ausschreibung, in der feste Belegungsrechte für Vereine und andere kommunale Nutzer verankert werden. Diese wiederum für den Betrieb des Hauses und eines Hotelstandortes könnte nach der Sanierung erfolgen oder mit sofortiger Nutzungsübertragung, heißt es in dem Papier.
Fakt ist, dass die Gemeinde mit der Verwendung von Fördermitteln für 25 Jahre Eigentümer des Kulturhauses bleiben und dessen Erhalt und Betrieb garantieren muss. In dieser Zeit darf sie das Haus weder veräußern noch verfallen lassen. Noch unklar ist laut Bürgermeisterin Sabine Löser, ob die Sanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung  in sieben oder acht Jahren bei laufendem Betrieb  erfolgen muss, wie es der Förderantrag vorsieht, oder die Zeitspanne durch Vollsperrung und Vorfinanzierung halbiert werden kann. Im September gebe es einen Termin mit dem Denkmalschutz, bei dem es um diese Frage gehen werde, kündigte sie an.
Was die Fördermittel aus dem Programm nationale Projekte des Städtebaus angehe, gebe es die Zusicherung, dass Rüdersdorf in den Kreis der Empfänger für sieben Jahre aufgenommen sei. Einen Förderbescheid gebe es aber noch nicht, weil das Land seinen Finanzierungsanteil in diesem Jahr nicht bediene, deshalb 2020 keine Mittel ausgeschüttet werden, erklärte sie. Man stehe "auf der Warteliste". Erster Schritt sei die Suche nach einem Planer, die Planungsleistungen könnten auch aus dem Programm aktive Stadtzentren finanziert werden, aus dem die Gemeinde ebenfalls Mittel erhält.
Die Übersicht aus dem Rathaus wurde von mehreren Seiten gelobt. Rita Nachtigall (SPD) fügte an, für die SPD sei klar die Variante 3A die Lösung, die nach der Sanierung die Ausschreibung des Betriebes von Kulturhaus und Hotel "in fußläufiger Entfernung"  vorsieht. Bei aller Vorsicht sollte "ein bisschen Tempo rein", äußerte sie und schlug vor, die Verwaltung zu beauftragen, eine Ausschreibung entsprechend vorzubereiten. So könne die Millioneninvestition tragbarer gemacht werden. Zudem regte sie an, mit Bitterfeld Kontakt aufzunehmen, das einen "ähnlichen Leidensweg" mit einem vergleichbaren Gebäude hinter sich und einen Investor gefunden habe.
Für die gleiche Variante sprachen sich auch Norbert Pose für die CDU, Sebastian Löser (FDP) und Martin Zeidler (UWG) aus. Volker Müller (Linke) mahnte indes, man könne erst sicher sein, "wenn die Kohle auf dem Konto ist", Monika Huschenbett hielt weitere Diskussionen für nötig mit einer Bewertung von Chancen und Risiken aller Varian­ten. "Wir sind uns als Linke da nicht einig", fasste Detlef Adler zusammen und regte an, für die nächste Sitzung eine Vorlage vorzubereiten. "Die Intentionen sind ja erkennbar." Rita Nachtigall kündigte an, dies für ihre oder mehrere Fraktionen anzuschieben.