Sie ließen sich nicht vom Mittun abhalten, weder von zahlreichen zeitgleichen kulturell-sportlichen Anziehungspunkten in der Region noch von schauer-lichen Güssen. An die 700 bewegungsfreudige Akteure waren es laut Landessportbund (LSB) in Strausberg und an weiteren Standorten, die die vielfältigen Angebote der Landes-Seniorensportspiele angenommen haben.
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Aller zwei Jahre trifft man sich dazu - darunter das fünfte Mal schon in Strausberg -, um sich am Bewegungsmarkt Anregung für Übungen in der Gruppe oder sich selbst zu holen, mal eine andere Sportart auszuprobieren und zu sehen bzw. sich darüber auszutauschen, wie sich andere gesund und fit halten. Denn "was wir hier tun, das sparen wir an der Pflege", sagte die Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Prof. Dr. Sieglinde Heppener zur Begrüßung, zu der auch Schirmherr Landrat Gernot Schmidt, Strausbergs Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete kamen.
Das ließen sich Frauen von der Rüdersdorfer Seniorentanzgruppe nicht zweimal sagen. Erika Nowak, Hannelore Kleindienst Renate Scholz und Hildegard Baumann machten sich auf zu den Stationen. Dass dabei manches einfacher aussieht als es ist, erwies sich bei Koordinationsübungen zum gleichzeitigen Fangen zweier tennisgroßer Bälle, dem Balancieren - Fuß vor Fuß - an/auf dem liegenden Reifen, schnellen Schritten im leiterartig aufgelegten Raster.
Doch Renate Otto und Heide Günther von Motor Eberswalde oder Hannelore und Erhard Ludley aus Strausberg waren mit Freude und Eifer dabei. Die Übungen mit dem Rubber-Stick will die Strausberger Übungsleiterin Petra Hamann am Dienstag beim nächsten Training ihrer Gruppe ACP gleich anbringen.
Beim Band-Schwingen hatten auch jüngere Altersgruppen Spaß, wie Dagmar Rogschs Enkel Jakob und Janosch. Als neue Vorsitzende will sie vor allem den Gedanken der Bewegung in die Volkssolidaritätsgruppe Strausberg-Vorstadt tragen.
Mit den Worten "Sitzen verkürzt die Lebenszeit" hatte LSB-Präsidialmitglied Britta Müller früh zur gemeinsamen Erwärmung aufgefordert. Allen Grund hatte sie am Nachmittag, namens des Landes einen Mann zu ehren, der gegen Sitzen mehr als andere ehrenamtlich tut: Uli Werner, für die Entwicklung des Gesundheitssports in Strausberg und im Kreissportbund (KSB) maßgeblich verantwortlich.
Ob Herz-, Lungen- oder Reha-Sport, als Übungsleiter und KSB-Hauptreferent bringt er viele in Bewegung und auf den richtigen Weg. Seine Sportkollegin Ramona Rosner fand Worte dafür: Unser schönster Lohn ist, wenn es heißt "Wir brauchen gar keine Tabletten mehr".