Eine Delegation der Kaliningrader Gebietsduma besuchte am Mittwoch nach dem Landtag in Potsdam den Landkreis Märkisch-Oderland. Im Konferenzzentrum TP 6 des Strausberger Technologie- und Innovationscentrums Stic hatte Bürgermeisterin Elke Stadeler der gerade von einem Besuch des Internationalen Bundes in Neuenhagen kommenden Delegation die Stadt präsentiert. Hellhörig wurden die Gäste bei Problemen des öffentlichen Personennahverkehrs, als die barrierefreien Straßenbahnen und die barrierefreie Fähre gezeigt und die Neubauvorhaben von Mehrgeschossern und der Kita vorgestellt wurden. Stadtkonzernlenker Andreas Gagel lenkte die Aufmerksamkeit auf die Klimaziele der Stadt. Strausberg als energieeffiziente Kommune habe vor zehn Jahren das Ziel aufgestellt, den CO2-Ausstoß von 1993 um 70 Prozent zu senken. „Heute haben wir vor allem dank der Kraft-Wärme-Kopplung unser Ziel um zehn Prozent unterboten“, verkündete der Stadtwerke-Chef. Stic- und Wirtschaftsförderungsgeschäftsführer Andreas Jonas berichtete vom Streben, den unterschiedlichen Situationen im Speckgürtel und im Oderbruch gleichermaßen bei der wirtschaftlichen  Entwicklung  des Landkreises Rechnung zu tragen. Das Oberstufenzentrum MOL mit seinen fünf verschiedenen Schulen und zahlreichen Bildungsgängen im dualen und vollzeitschulischen Ausbildungsbereich stellte Leiterin Gudrun Thiessenhusen vor. Mit ihren zahlreichen Nachfragen bewiesen die Gäste aus Russland ihr Interesse an den Problemen und Lösungsansätzen: „Sie sind durchaus mit Unseren vergleichbar, besonders was die Bildungsarbeit für junge Menschen, das duale System der Ausbildung und auch die Förderung von Jugendlichen mit Defiziten wie beim  Internationalen Bund angeht“, sagte der Vizevorsitzende der Gebietsduma Pavel Kretov in einer Zwischenbilanz vor der Abfahrt nach Seelow.