Zum nunmehr elften Mal fand seit Donnerstagabend für drei Tage das Kontrabass-Seminar "Bassini" auf Schloss Trebnitz statt. Sechs namhafte Dozenten, darunter der aus Jena angereiste Staemmler als Leiter, dazu 25 Teilnehmer, davon neun aus Polen. "Dieser Anteil hat sich gerade in den vergangenen zwei, drei Jahren deutlich erhöht, seit auf Dozentenseite Prof. Joanna Krempec-Kaczor dabei ist", erklärt Kristin Jagusch vom Landesmusikrat. Ansonsten kommen die Laien, die sich in den drei Tagen allerlei Tipps von den Experten holen, aus der gesamten Republik. Bis auf ein Jahr war seine Enkelin Charlotte Bettermann seit 2010 immer dabei, erzählt Peter Mentzel, der als Begleiter in Trebnitz weilte. "Wir fahren sie immer", schließlich kommen sie aus der Nähe von Oldenburg, und das Mädchen hat noch keinen Führerschein. "Die Atmosphäre hier im Schloss ist immer sehr schön, auch für uns als Gäste", merkt er noch an.
Üblicherweise 14, diesmal sogar erst zwölf sind die jüngsten Teilnehmer - und inzwischen 79 der Älteste. Peter Brinkmann aus Berlin-Köpenick war nun auch schon das sechste Mal dabei. "Das Zusammenspiel ist einfach toll. Für mich ist wichtig, dass man nicht aus der Übung kommt, seine Fertigkeiten behält." Und jeder der Dozenten habe irgendwelche hilfreichen Ratschläge - sei es eine Korrektur bei der Bogenführung oder spezielle Tipps zur Lautstärke. Seinen Kontrabass, ein wenig kleiner als die sonst hier vertretenen Exemplare, hat Brinkmann nach Anleitung in einem Kurs übrigens selbst gebaut.
Zum üblichen Solounterricht in wechselnden Paarungen, dem Auftakt- und dem Abschlusskonzert gesellte sich diesmal noch eine Neuerung: Erstmals fand am Sonnabend ein Jazzworkshop statt, geleitet von Marco Chacón aus Dresden.