Klaus Körner, von Fliegerfreunden immer Theo genannt, lacht, und auf der Bank des Museums klatscht Reinhardt Grocholl, der Dinosaurier der Strausberger Segelflieger, der schon 2012 mit 80 Jahren das Cockpit verlassen hat, Beifall.
Klaus "Theo" Körner hingegen denkt noch nicht ans Aufhören, er ist gesundheitlich noch topfit. Nur den "Lehrauftrag" als Segelfluglehrer an der berühmten Fliegerschule auf der Wasserkuppe, der Ältesten der Welt, hat er vorige Woche beendet. 25 Jahre lang hat er dort Segelflug unterrichtet. Aber er hat auch in jener Woche noch drei Langstreckenflüge mit seinem Stemme-Motorsegler über 500 Kilometer hingelegt, jeweils sieben Stunden war er in der Luft.
Eberhard Hänisch, der im Museum mehrere Vitrinen mit Dutzenden Modellen bestückt hat, verbindet mit den beiden Flieger-Veteranen eine jahrzehntelange Freundschaft. Ein Foto auf einer der Tafeln, das Reinhardt Grocholl 1971 aufgenommen hat, zeigt ihn und Klaus Körner in einem Segelflugzeug Bocian nach den GST-Bezirksmeisterschaften Eisenhüttenstadt. Theo war wieder einmal Bezirksmeister geworden. Eberhard wurde mit dem allradgetriebenen P2M-Jeep immer losgeschickt, um bei Außenlandungen Flugzeug und Flieger zurückzuholen.
Klaus Körner blickt an seinem 80. Geburtstag auf rund 15 000 Starts und 10 000 Flugstunden zurück. Auf dem Motorsegler Stemme S-10 flog er bis ins spanische San Sebastian. Jetzt werde er noch Checkflüge absolvieren und als Bodenfluglehrer tätig sein. Seine S-10 fliege er, solange es die Gesundheit zulasse, sagt "Theo" Körner und betrachtet schmunzelnd das Pappmodell.