Catharina Duda war am Sonnabend mit ihren beiden Kindern der erste Besucher im Ateliercamp. Ihre Kinder nutzten das Angebot zum Selbstprobieren – und zum Schwatz mit ihrer Oma Angelika Bunke. Die ist nämlich eine der 
22 Kursteilnehmer.
Später schaute auch Astrid Griebel mit ihren beiden Söhnen im Camp auf dem Gelände der Stadtwerke vorbei. Richard (6) und Wilhelm (9) hatten sich auch erfolgreich an Tonarbeiten versucht. Aber wie Familie Duda haben auch die Griebels eine Beziehung zur Bildhauer-Sommerakademie. In ihrem Fall ist es die Kursteilnehmerin Maria-Ilse Lörincz aus Ladenburg. Die Baden-Württembergerin wohnt während des fast dreiwöchigen Kurses nämlich bei den Griebels.
Insgesamt nutzten gerade mal zehn Besucher das Angebot, sich im Ateliercamp umzuschauen, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und selbst an Ton oder anderen Materialien zu versuchen.
„Vielleicht müssen wir mehr Werbung machen“, sagt Maria-Ilse Lörincz. Man könne da nichts erzwingen, meinen andere. Woran das verbreitete Desinteresse an der Kunst, den Künstler aus verschiedenen Bundesländern und der Sommerakademie liegt, weiß niemand zu sagen. Die Enttäuschung, dass sich auch keine Stadtverordneten und Vertreter der Verwaltung blicken ließen, ist allgegenwärtig.
Ausdrücklich ausgenommen wird da die Bürgermeisterin. Elke Stadeler hatte zu Beginn vorbeigeschaut und war auch am Sonnabendabend zum geselligen Beisammensein ins Ateliercamp gekommen.
Nachdem das öffentliche Interesse im Vorjahr ähnlich gering war, werde 2011 bei der 10. Sommerakademie wohl auf ein derartiges Angebot verzichtet, sagt Organisator Wolfgang Suchardt und macht aus seiner Enttäuschung kein Hehl. Als Lichtblick sieht er die „KunstAndacht“ am Donnerstag, zu der mit gut 70 Besuchern mehr als in den Vorjahren kamen.
Am Freitag wird die Brandenburger Bildhauer-Sommerakademie um 
18 Uhr im Kundencenter der Stadtwerke mit der Preisverleihung und der Präsentation ausgewählter Arbeiten beendet.