Noch kann ihn wegen Corona und Notbetreuung nur ein kleiner Teil der Mädchen und Jungen im Hort Kunterbunt nutzen, den neu gestalteten Naturraum in dem Gebäude. „Aber bei allen, die ihn schon kennen, kam er gut an. Sie lieben ihn“, berichtet Erzieherin Heike Bula. Aus verschiedenen Materialien ist eine urige Holzhütte entstanden.
„Der Kinderrat hatte nach einem Rundgang im Oktober überlegt, wie man die Räume attraktiver gestalten könnte“, erzählt Heike Bula. Für den Naturraum sei neben mehr Grün die Idee einer „Bude“ als Rückzugsmöglichkeit entstanden. Mit Naturmaterialien wurde sie umgesetzt. Halt geben neben einer Wandverankerung mehrere Holzstämme, denen selbst die Rinde abgeschält wurde, die Außenhaut bilden Staken aus einem 100 Jahre alten Haus. Das Dach wurde mit Schilf gedeckt. Alte Schlitten wurden ebenso als Deko verwendet wie ein früheres Wespennest, Baumteile oder ein Gehörn. Eine alte Bank dient nun als Tisch, Stuhlteile wurden zusammengefügt als Sitzgelegenheit.

Aquarium als Hingucker integriert

Innen gibt es eine Sitzbank mit Matten und Kissen. Als besonderes Highlight wurde das bereits vorhandene Aquarium integriert, auf das von außen und innen geschaut werden kann. Es diene sowohl der Beobachtung und Kenntnisvermittlung wie der Beruhigung, erklärt Hortleiter Heiko Goldstein, der wie Eltern, Erzieher und Hausmeister mit Hand angelegt und Material, Pflanzen oder Geld zur Verfügung gestellt hatte. Und die Stadt hatte kurz vor Jahresende noch einen Zuschuss bewilligt. Umgesetzt wurde alles im Dezember, die reine Bauzeit bezifferten die Beteiligten mit zwei Wochen.
In den nächsten Monaten wolle das Team sich auch andere Räume vornehmen und dort auch etwas Besonderes, „ein Unikat“, schaffen. Zudem habe man im Außengelände noch einiges vor, kündigte der Chef an. So wolle man mit Unterstützung der Stadtwerke hinter dem Zaun Blühendes für Bienen und andere Insekten etablieren und den Bereich um die Feuerstelle weiter gestalten, nannte er einige Vorhaben.