Herr Berendt, viele Eltern, darunter die Vorsitzende des Kreiselternbeirates, haben sich irritiert gezeigt über die Festlegungen des Landkreises, dass jetzt alle Kinder die Kitas besuchen dürfen. Die Träger und Leiterinnen sahen das unterschiedlich?
Ja, wir haben das am Mittwoch auch gemerkt. Am 14. Mai haben wir die über die Festlegungen des Landes hinausgehenden Lockerungen ab 25. Mai bekannt gegeben. Am Dienstag haben wir das angesichts des mehr oder weniger zum Erliegen gekommenen Infektionsgeschehens noch einmal bestätigt: Die Eltern benötigen keine Genehmigung des Landkreises mehr für die Kinderbetreuung, es erfolgt keine Prüfung der Systemrelevanz ihrer beruflichen Tätigkeit  mehr durch den Landkreis.
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Das heißt aber nicht, dass die Kinderbetreuung uneingeschränkt wie vor der Krise funktioniert?
Genau: Es gibt vor allem zeitliche Einschränkungen, die die Träger und Leitungen der Kitas selbst treffen müssen. Deshalb haben wir am Dienstag empfohlen, dass sich die Eltern mit den Kitas über den Zeitrahmen der Betreuung abstimmen sollten.
Die Träger verweisen auf die Hygieneregeln der Eindämmungsverordnung ...
Wir schöpfen deren Spielraum aus und verweisen auf die Praxis und Augenmaß: Kinder halten beim Spielen keinen Abstand von 1,50 Metern ein, wohl aber Grundregeln wie gründliches Händewaschen und das Vermeiden von Umarmungen.
Wie sollten Eltern jetzt nach dem Wochenende verfahren?
Sie sollten sich mit ihrer Kita in Verbindung setzen, ich denke, am besten per E-Mail, und ankündigen, wann sie ihr Kind in die Einrichtung bringen wollen. Die Träger betreiben meist ja auch eine Homepage, wo sie entsprechend mit den Eltern kommunizieren.