Gewerbevereinschef Thomas Frenzel hat mittlerweile die Gespräche für den Kinosommer 2015 auf dem Markt aufgenommen. "Es bleibt auf jeden Fall beim Freitag. Dafür hatte sich die Mehrheit ausgesprochen", schickt er vorweg. Ansonsten schwebe ihm vor, in diesem Jahr auch etwas für Kinder anzubieten, die Horte und Kita einzubeziehen. Er glaube, damit einem Wunsch vieler Strausberger zu entsprechen. Zudem könnte der Kinotag dann auch ein Ferienzielwerden.
Angebote für die jüngere Generation setzen allerdings eine altersgerechte Startzeit voraus, ist Frenzel bewusst. Deshalb will er nach Möglichkeit nicht mehr mit der bislang genutzten Projektor-Technik operieren, sondern auf LED-Wand umstellen. "Dann sind wir nicht mehr so auf Dunkelheit angewiesen", erläutert der Vereinschef. Das wäre nicht nur für eine Kinderveranstaltung gut, sondern dann könnte auch der Filmabend für Erwachsene eher starten. Falls es noch etwas wärmer sei, könnte das Publikum im Anschluss noch sitzen bleiben - ein Vorteil für die beteiligten Gastronomen. Nicht zuletzt würden die Anwohner profitieren, weil es dann früher wieder ruhig wäre.
Noch aber ist die technische Seite nicht festgezurrt. Mit einer Firma gebe es in den nächsten Tagen ein Gespräch, auch ein Unternehmen aus dem Gewerbegebiet, das über LED-Technik verfügt, wolle er ansprechen, kündigte der Optiker an. Zudem gebe es die Überlegung, dass sich städtische Firmen selbst eine derartige Ausrüstung zulegen könnten. Natürlich werde er auch das bislang gebundene Hamburger Unternehmen kontaktieren. Dann müsste man für die Kindervorstellung eine andere Variante finden.
Was die Termine betrifft, sind diese noch nicht festgeklopft. Den Rahmen umriss der Gewerbevereinsvorsitzende nur grob mit der Sommerferienzeit, also nach den Strausberger Jubiläumsfeierlichkeiten. In Kürze würden die Daten auf der Internetseite strausberger-kinosommer.de veröffentlicht. Sowohl dort als auch bei ihm direkt könnten allerdings schon Vorschläge für zu zeigende Filme gemacht werden. "Wir wollen bei der Auswahl möglichst aktuell sein, aber vielleicht hat jemand eine Idee für eine Klassik-Reihe oder Ähnliches. Das wäre auch vorstellbar", sagt Frenzel.
In jedem Falle setze der Gewerbeverein wieder auf die Unterstützung der großen Sponsoren Stadtwerke, Strausberger Wohnungsbaugesellschaft und Sparkasse sowie auf Hilfe der Stadt, die 2014 pro Kinoabend 1000 Euro zugegeben hatte. Noch sei der Finanzierungsrahmen unklar, deshalb stehe auch nicht fest, ob das Filmerlebnis kostenlos angeboten werden könne. Dies werde rechtzeitig kommuniziert.
Neben dem Kinosommer werde sich der Gewerbeverein in diesem Jahr wieder um das Altstadtfest im Oktober kümmern. Zudem werde das Frühlingsfest am 1. Mai "angestrebt". Es gebe "sanfte Überlegungen", letzteres auf den folgenden Sonnabend auszudehnen. Frenzel machte indes noch einmal deutlich, dass der Gewerbeverein ehrenamtlich operiere. "Wir sind nicht angetreten, um Veranstaltungen in der Stadt zu organisieren." Das sei aus seiner Sicht eher die Aufgabe der City-Managerin. Insofern äußerte er die Erwartung, dass die Verwaltungsangestellte sich nach der 775-Jahr-Feier verstärkt darum kümmern werde.
Guten Kontakt zu seinem rund 30 Mitglieder zählenden Verein bescheinigt er ihr jedenfalls. Regelmäßig werde der Verein über die Vorbereitung des Jubiläums auf dem Laufenden gehalten. Aus dem Verein wollten sich zwei oder drei Mitglieder mit Wagen in den Festumzug einreihen, und man überlege, noch gemeinsam ein Bild zu gestalten.
Überdies will der Vereinschef seine Mitstreiter für die geplante "Shopping-Nacht" gewinnen. Die soll parallel zum "Lichterfest" in der Großen Straße am Vorabend des Festumzugs, also am 26. Juni, stattfinden. Ein Künstler setzt an dem Tag mit Lichtelementen und Skulpturen historische Gebäude und Plätze der Altstadt in Szene, und auf dem Markt werden Musikschulen aktiv. "Ich denke, dass unsere Leute zu motivieren sind, denn das ist eine einmalige Chance", zeigte sich Frenzel optimistisch, dass die Geschäfte in der Innenstadt an jenem Abend bis 24 Uhr öffnen. Zusätzliche Aktivitäten seien nicht geplant. Schließlich sollten Besucher das Lichterfest auf sich wirken lassen.