Vor der Anne-Frank-Oberschule in der Peter-Göring-Straße im Norden tummelten sich Mittwochmittag ungewöhnlich viele Erwachsene. Grund für den kleinen Menschenauflauf war die Übergabe eines Zuwendungsbescheids über Fördermittel in Höhe von 560 000 Euro. Dazu war Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) nach Strausberg gekommen. Die Übergabe erfolgte an jenem Grundstück, auf dem die neue Kita Zwergenland entstehen wird.
Bauen wird die zweigeschossige, L-förmige Einrichtung mit diversen Außenanlagen die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) im Auftrag der Stadt.
Elke Stadeler machte die finanziellen Zwänge deutlich, die zu dieser Konstellation geführt haben. Bau-Fachbereichsleiterin Birgit Bärmann stellte demnach klar, dass die Stadt die 20 Millionen Euro für die erneuerte Grundschule am Wäldchen und die fast 6,2 Millionen für den Kita-Neubau parallel nicht stemmen könne. Die Bürgermeisterin stellte zudem fest, dass das Projekt in der Stadt breite Zustimmung finde und sie optimistisch sei, dass "alles gut" wird.
Dem wollte Uwe Kleiner nichts hinzufügen. Der Regionalvorstand der Johanniter gehörte am Mittwoch zu den Gästen. Schließlich werden von den 249 geplanten Kita-Plätzen fast 120 in Verantwortung der Johanniter liegen. Für zwölf bis 15 Kinder werden sie erstmals in Strausberg auch Übernachtungsplätze anbieten.
Die Grundsteinlegung ist für den 12. Oktober geplant. Wenn alles planmäßig läuft, soll im Januar oder Februar 2019 Einweihung gefeiert werden.
Mit dem Neubau wird sich die Kita-Platz-Situation entspannen. Schließlich bietet die neue Einrichtung gut 100 mehr als die Bestehende auf der anderen Straßenseite. Die genaue Zahl wird erst mit dem Erteilen der Betriebserlaubnis feststehen.
In Rüdersdorf übergab der Bildungsminister am Mittwoch für die Kita Rappelkiste einen Fördermittelbescheid über 66 000 Euro. Die Eigenmittel der Gemeinde betragen 188 000 Euro.