Mit ihrem Guten-Morgen-Lied und anderen launigen Melodien begrüßten Kinder der Kita „Zwergenland“ anfangs die zahlreichen Gäste in dem Rohbau. Die Beigeordnete Carla Bork sprach  dann in ihrem Grußwort mit Blick auf das Bauen von einem „Zeichen von Zuversicht, Wachstum und Fortschritt“. Der Bau von Kitas belege das umso mehr, sagte die Leiterin des Bauordnungsamtes. Wie kaum eine andere öffentliche Einrichtung würden Angebote für Kinder jeden betreffen. Investitionen, die der jungen Generation  zugute kommen, seien Investitionen für die Gegenwart und die Zukunft.
„Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für ansiedlungswillige Unternehmen und Familien“, erklärte die Beigeordnete weiter. Unternehmen würden sehr wohl darauf achten, ob sie qualifizierte Fachkräfte gewinnen könnten: „Das hängt nicht zuletzt von den Angeboten und Möglichkeiten für junge Familien an ihrem Wohnort ab.“
Bürgermeisterin Elke Stadeler dankte allen, die zum Gelingen des Großprojekts im Wert von 6,2 Millionen Euro beitragen. Übrigens wollten bei ihrer Nachfrage ganz viele Kita-Kinder später auch mal auf dem Bau arbeiten.
Mathias  Wegner-Repke erinnerte in seinen Grußworten daran, dass seit der Grundsteinlegung am 12. Oktober vergangenen Jahres eine Menge geschehen sei: „Der Rohbau ist abgeschlossen, das Dach ist dicht, der Ausbau beginnt“, so der Geschäftsführer der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG), die den L-förmigen Zweigeschosser mit Flachdach baut. Er erinnerte daran, dass alle weiteren Ausbaugewerke, mit einer noch zu verbauenden Gesamtsumme von 3,5 Millionen Euro, vertraglich gebunden seien: „Und zwar in unserem vorgegebenen Kostenrahmen“, wie er hinzusetzte. Bei der derzeitigen Marktsituation sei das „nicht mehr der Normalfall“. Im Übrigen seien größtenteils Firmen aus der Region beauftragt.
Der SWG-Geschäftsführer sieht den Kita-Neubau auch als einen Baustein auf dem Weg zu einer noch kinder- und familienfreundlicheren Stadt. Nicht zuletzt mit dem Übernachtungsangebot der Johanniter werde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert.
Anders als herkömmliche Richtkränze, war der der neuen Kita mit Wünschen von Kindern versehen worden. Als der Kranz aufgezogen war, wurde zum Büfett geladen.Wenn alles weiter planmäßig läuft, wird die neue Kita Anfang 2019 eingeweiht. Geplant sind 16 Gruppenräume für maximal 249 Kinder.  Die Johanniter wollen ihren Bereich von 5.30 bis 20 Uhr geöffnet halten und zudem für 15 Kinder von Eltern im Schichtdienst Übernachtungsmöglichkeiten bieten.
Was mit der bestehenden Kita „Zwergenland“ einmal geschehen wird, ist derzeit noch unklar.
Laut Verwaltung soll es bis Februar nächsten Jahres in Strausberg einen Zuwachs von insgesamt 105 Krippen- und150 Kita-Plätzen geben.