Das nächste Jahr wirft für den Verein Museumsbahn Buckower Kleinbahn lange Schatten. 2017 ist das Jahr der Jubiläen: 150 Jahre Ostbahn, 120 Jahre Buckower Kleinbahn, 25 Jahre Eisenbahnverein und 25 Jahre Eisenbahnmuseum, dazu 15 Jahre Betrieb der Museumsbahn und dann noch zehn Jahre Buckower Kleinbahn-Kalender - nach Adam Ries bzw. Harald Knospe macht das zusammen 345 Jahre - ein stolzes Sümmchen.
Der Garzauer Bürger, frühere S-Bahner und inzwischen längst Vereinsmitglied hat sich aus diesem Grund etwas Besonderes einfallen lassen. Der von ihm seit 2007 gestaltete, zusammengestellte und in kleiner Ausgabe selbst herausgegebene Kalender fällt diesmal gewissermaßen aus dem Rahmen. "Sonst gab es ihn immer im A 4-Format", berichtet Knospe, jetzt habe er sich aber an das A 3-Format gewagt. Und das nicht allein wegen der Jubiläums-Fülle. Daher habe er in diesem Jahr auch eine Firma für den Druck mit ins Boot geholt.
"Ich wollte einfach auch mal die schöne Strecke in den Vordergrund rücken, die die Buckower Kleinbahn befährt, die Landschaft links und rechts der Gleise betonen." Daher habe er zwar auf der vordersten Ansichtsseite die Titelblätter bisher herausgegebene Kalender vereint.
Die zeigen zumeist die Bahn, die Loks bzw. die Wagen aus verschiedenen Perspektiven, komplettiert mit einer im Angebot befindlichen Postkarte und einem lustigen Motiv mit Hund, der am liebsten Bahn fährt. Beim Umblättern aber soll der Betrachter zwölfmal Lust auf eine Tour per Zug durch die Märkische Schweiz bekommen.
So kommt die Museumsbahn bei klirrendem Frost den Berg hinunter oder sie fährt an sommerlichen Wiesen mit weidenden Pferden in Dahmsdorf vorbei. Mal kreuzt ein Überweg ihre Fahrt und ein Andreaskreuz säumt die Strecke, mal verweilt der Blick auf den herbstbunt gesäumten Waldrändern an der Strecke. Mal entschwindet der Zug in der Ferne oder er ist aus dem frühlingsgrünen Bewuchs am Rand heraus manchmal nur zu erahnen.
Im Jahre 2004 war Harald Knospe das erste Mal bei einem Bahnhofsfest in Buckow dabei und hatte da schon Feuer gefangen, berichtet er im Gespräch mit der MOZ. Als er sich mehr mit der digitalen Fotografie beschäftigt habe, sei er quasi über den Kalender zum Verein gekommen. Seither kann er nicht davon lassen - zur Freude anderer.
Die erhalten den Jahresbegleiter vielleicht als Dankeschön für Sponsoring, frönen damit ihrer Leidenschaft für die Buckower Kleinbahn oder bekommen ihn als Geschenk wie der erste Fahrgast in dieser Saison.