Rutter, der zu diesem Thema auch in der aktuellen Ausgabe des Ortsblattes Stellung bezieht, nennt die Debatte "befremdlich". "Wir haben nun schon anderthalb Monate Zeit mit diesem Thema verbracht", sagt er. Die Diskussionen dazu seien so kontrovers verlaufen, dass ganze Sitzungsverläufe zu ungunsten von anderen Themen verändert wurden. Am meisten störe ihn, dass er auf seine Fragen zur Umsetzbarkeit und zu den Folgen des Antrags keine Antworten bekommen habe. So sollte der Bürgermeister beispielsweise einmal jährlich einen Klimabericht für die Gemeinde abgeben. "Für mich ist das schwer greifbar, wir haben ja nicht mal eine Messstation im Ort", sagt Rutter. Wenn niemand erklären könne, was mit dem Antrag bezweckt werden soll, könne er das auch den Bürgern nicht vermitteln. "Am Ende könnte das auch zur Politikverdrossenheit führen, wenn die Bürger bei diesem Thema nicht mitgenommen werden." Für den Umweltschutz brauche es "keine provozierenden Anträge. Nahezu alles, was es bei uns auf kommunaler Ebene zu entscheiden gilt, beruht auf Bundes- und Landesgesetzen."