Deponie-Beräumung, öffentliche Grün- und Wegepflege, hergestellte alte Kirchhofmauern oder als Musterbeispiel die Feldsteinpyramide Garzau ...- von der AFG gesetzte Wegemarken standen am Dienstag am Anfang der Feierstunde zum Jubiläum. "Mit 25 Jahren seid ihr knackig jung mit hohem Altersdurchschnitt", wendete sich Rehfeldes Bürgermeister Reiner Donath an ehemalige und gegenwärtige Mitarbeiter der AFG.
25 Jahre gibt es den Verein, den im August 1991 die einst selbstständigen Gemeinden Rehfelde, Garzau, Garzin, Zinndorf, Werder, der Landkreis und drei Rehfelder Betriebe bildeten. "Wachsende Arbeitslosigkeit in der ländlichen Region, Rückgang der Landwirtschaft und damit verbundenen Verarbeitungs- und Instandsetzungsbetrieben", darin sieht AFG-Geschäftsführerin Barbara Dürkoop die Ursache.
Ziele und Interessen seien seither gleich geblieben, sagte sie: arbeitslosen Menschen über geförderte Maßnahmen zeitweise Beschäftigung zu geben, ihnen so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln. 3500 waren es in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten. Es half, die Arbeitslosenquote in den Gemeinden zu senken.
Wenngleich genau das sich nicht eben einfach gestaltete. Finanzierungsschwierigkeiten und immer wieder gekürzte Mittel, Hängepartien zur Bewilligung oder Absage von Projekten, stetige strukturelle Veränderungen der Maßnahmen (ABM; MAE, Kommunalkombi, Arbeit für Brandenburg, Bürgerarbeit, Soziale Teilhabe) bescherten der AFG nicht selten Durststrecken.
Dennoch wurden in der Vergangenheit Spielplätze gebaut und Buddelkästen für die Jüngsten in Zinndorf angelegt, altersgerechte Wohnungen in Werder geschaffen oder der Garzauer Park begehbar gemacht. "Ja, das alles ging anfangs", resümierte die AFG-Chefin im Rückblick.
Wie stark AFG-Beschäftigte das Außenbild der angehörigen Gemeinden und deren Umland beeinflussten, machen auch andere Zahlen deutlich. Während Deponieberäumungen wurden allein 200 Tonnen Haus- und Sperrmüll, mehr als 600 Tonnen Schrott, 1248 Autoreifen, 192 Kühlschränke, 4,5 Tonnen Autobatterien, 63 Badeöfen, 96 Fernseher, 49 Waschmaschinen und 71 Herde entsorgt.
Aber auch vom 1999 gegründeten gewerblichen Bereich der AFG profitierten Kommunen und Privatleute. Aufträge für Erdbau, Pflaster- und Transportarbeiten, Instandhaltungen, Grünpflege und mehr wurden über Ausschreibungen eingeholt. Die Abteilung wuchs von einst fünf auf jetzt zwölf fest Angestellte. Unverzichtbar für einige Mitgliedskommunen ist bis heute auch der Winterdienst.
Vielfältige Hilfe gab die AFG durch zeitweilige Maßnahmen aber ebenso in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen. Jugendklub Rehfelde, Kino Buckow, Chroniken für Ortsteile, Sportverein, Kitas oder Heimatfreunde Rehfelde finden sich über die Jahre unter den Adressaten.
Für all das wurde am Dienstag vielfach Dank gesagt. Die Ehrenurkunde der Gemeinde Rehfelde übergab Bürgermeister Donath zudem dem Verein AFG, dessen langjährigen Produktionsleiter Herbert Grabert, einer gewissenhaften wie zuverlässigen Mitstreiterin Petra Arndt und Geschäftsführerin Barbara Dürkoop.
Und wenn in wenigen Tagen das Bürger-Gemeinschaftsprojekt 2016 der Gemeinde Rehfelde fertig gestellt ist, dann werden künftig neben dem Brunnen am Bürgerzentrum auch wieder rustikale Sitzgelegenheiten aus dem Gewerbebereich der AFG ihren Platz haben.