So wurde der Bürgermeister beauftragt, spätestens im zweiten Quartal 2020 ein Entwicklungs-, Nutzungs- und Finanzierungskonzept für das Gutshofgelände vorzulegen. Dieses soll  Basis für  die Entscheidung sein, auf welchem Weg, in welchen zeitlichen Schritten, mit welchen Kosten und welcher Finanzierung welches Nutzungsziel für welches Gebäude erreicht werden könne. Es soll gemeinsam mit dem Heimatverein entwickelt werden, der das Gelände in Erbbaupacht hat. Im Februar ist zudem ein Gespräch mit den Fraktionschefs, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Bürgermeister, zuständigen Verwaltungsmitarbeitern und dem Vorstand des Heimatvereins vorgesehen. Sollte kein gemeinsames Konzept entstehen, soll die Runde wiederholt und der Gemeindevertretung das Papier des Bürgermeisters mit einer Stellungnahme des Heimatvereins vorgelegt werden.
Volker Heiermann (SPD) hätte gern einen Sachverständigen prüfen lassen, ob das Konzept tragfähig ist, kam damit aber nicht durch. Es müsse doch möglich sein, dass man sich in der Kommune einige, befand Alfred Weihs (WIR). Zudem wollte Heiermann eine Prüfung veranlassen, ob Begegnungsstätte und/oder Bibliothek auf dem Gelände untergebracht werden könnten. Auch das fiel durch. Dann brauche man ja kein Konzept mehr, konterte der Bürgermeister.
Die für die Sanierung von Gebäuden auf dem Gutshof vorgesehenen 273 000 Euro aus diesem Jahr, die nicht abgerufen wurden, weil beantragte Fördermittel nicht gewährt wurden, werden auf 2020 übertragen, ein Sperrvermerk wird beibehalten. Über eine Freigabe soll nach Beschluss des Konzepts entschieden werden. Zudem erhält der Heimatverein 2020 für die bauliche Entwicklung und Instandhaltung der Gebäude 12 500 Euro, wie es auch der Vertrag vorgesehen hatte, der Ende 2019 ausläuft. Über die Verwendung des Geldes wird schriftlich Rechenschaft verlangt. Zudem soll sich der Heimatverein verpflichten, mindestens an vier Terminen pro Jahr mit jeweils drei Tagen das Gelände anderen gemeinnützigen Vereinen oder der Gemeinde für Veranstaltungen mietfrei zur Verfügung zu stellen – gegen Erstattung der Betriebskosten.
Gelobt wurde in den Unterlagen das "außerordentlich hohe ehrenamtliche Engagement" des Vereins. Der habe aber zuletzt deutlich gemacht, dass er die notwendigen finanziellen Mittel zur Weiterverfolgung der in den Verträgen definierten Ziele weder durch Spendenaktionen noch durch Fördermittel erzielen kann.