Innovativ ist das neue Konzept der Beschallung im Zirkuszelt. Wurden bisher vier Lautsprechergruppen so angeordnet, den maximalen Musikgenuss der Besucher zu verstärken, sind jetzt sechs Lautsprecher so im Zelt verteilt, dass sie die Lautstärke sogar teilweise absorbieren. Für die unbeteiligten Passanten soll die Geräuschreduzierung stark spürbar sein und im Zelt der Schalldruck sinken, wie Akustiker berechnet hätten: „Die Bässe werden auf jeden Fall reduziert.“ Außerdem würden  alle Partner, die bei verschiedenen Festen mitwirken, aufgefordert, ihre Geräuschkulisse ebenfalls zu reduzieren. Also: Lärmende Karussellmusik soll ebenso der Vergangenheit angehören wie ein unseliger „Wettbewerb“ zwischen Caterern und Schaustellern um die Lärmhoheit auf dem Platz.
Ein weiterer Punkt auf der Vorschlagsliste ist die Eingrenzung der Auf- und Abbauzeiten der Schausteller auf die Tageszeiten von Montag bis Freitag, bei Drachenbootrennen ausnahmsweise auch sonntags bis 19 Uhr. „Verbessern wollen wir auch die Kommunikation mit den Anwohnern“, verspricht Oliver Haller, sie würden künftig rechtzeitig und auch langfristig über anstehende Veranstaltungen informiert, um ihre persönliche und familiäre Planung darauf einstellen zu können.
Im Ausschuss kam die Initiative der Veranstalter ausgesprochen gut an. „Das ist ein Versuich der Deeskalierung des Konflikts, ich hoffe, dass die Anwohner das würdigen“, lobte Sabine Brosch (Die Linke). Jürgen Schmitz (Die Fraktion: Grün, liberal, bürgernah) bremste aber gleich: „Man muss auch die andere Seite sehen“. Alles, was Bass ist, geht Richtung See. Dort gibt es eine Seniorenresidenz und auch Anwohner.“ Oliver Haller informierte, dass die Bühne am See parallel zur Uferlinie ausgerichtet werde und nicht direkt über den See beschalle. (js)