„Ich fand es super. Jeder hatte in den einzelnen Gruppen etwas, wo er mitreden konnte. Vielleicht könnten wir das wiederholen – man arbeitet an zwei Tagen produktiver als nur an einem Vormittag ein paar Stunden“, lobte Eva Wesolek (16) vom Freienwalder Brecht-Gymnasium das Format. Gefallen hatte es auch den Schülervertretern aus den Grundschulen wie Paul Bothen aus Fredersdorf-Vogelsdorf. Wichtiger Ansatz war neben den thematischen Säulen in den Arbeitsgruppen, sich auch als Gremium besser zusammenzufinden und kennen zu lernen. „Vielleicht können wir nächstes Mal auch noch ein kleines Abendprogramm vorbereiten“, regte Oscar Weihs an. Der 17-jährige Doppeldörfler, der im Sommer sein Abitur am Einstein-Gymnasium ablegt, ist derzeit KSR-Sprecher – und bemüht, das in der weiteren Abarbeitung zu sichern, was derzeit angeschoben wird. Dafür steht insbesondere Yannik Schroff (16) aus Vogelsdorf, Elftklässler des Rüdersdorfer Heinitz-Gymnasiums. Er ist einer der Stellvertreter Oscars und legte zur Klausur-Abschlussrunde noch einmal dar, was die AG Digitalisierung und Diskriminierung zusammengetragen hat.
Bessere Computertechnik und leistungsfähige Programme mit ausreichend Speicherplatz, schnelleres Internet, Tablets, digitale Tafeln (Smartboards) und die (mitunter mangelnden) Computerkenntnisse der Lehrer waren Stichworte, die in der Debatte eine Rolle spielten. Von sieben Schulen konnte der Digitalisierungsstand schon konkret erfasst und Probleme ausgemacht werden. Gerade die Internetqualität lasse oft zu wünschen übrig, bei der Ausstattung sieht es oft schon gut aus – allerdings müsse diese einheitlicher werden. Auch mehr Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrer auf diesem Sektor werden angemahnt.
Verbale und körperliche Gewalt auf dem Schulhof, generelle Initiativen wie das wachsende Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder mehr Austausch untereinander über Diskriminierungsvorfälle: Auch in diesem Bereich bleibe noch viel zu tun, so eine Zwischenbilanz auf der Klausur.
Ganz konkret und handfest mit detaillierten Aufgaben für einzelne KSR-Mitglieder in nächster Zeit ist das Projekt „Care Paket“. In diesem sollen neue Schülervertreter an den Schulen mit umfangreichem Hilfsmaterial für ihr Ehrenamt ausgestattet werden. Eva will sich um eine Powerpoint-Anleitung kümmern, Oscar um eine Bestellung auf Landesebene schon vorhandener Broschüren. Zudem sollen spezielle Infobriefe für den Grundschulbereich und auch die weiterführenden Schulen erstellt werden.Neu eingeführt wird auf Beschluss der anwesenden KSR-Mitglieder das Amt eines Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit samt Stellvertreter. Für die reguläre Besetzung wurde in Abwesenheit Nadine Stendel gewählt, die sich dafür zur Verfügung gestellt hatte. Nick Horn wird ihr bei der Aufgabe, zu der als Schwerpunkt die Pflege der Webseite gehört, zur Seite stehen.
Künftig soll auch für den KSR-Sprecher eine ausreichende Zahl an Stellvertretern gewählt werden, um die Arbeit zu erleichtern. Eine Klausurtagung wie jetzt ist jedenfalls auch für kommendes Jahr schon fest geplant, so das Unterstützerteam.