Fast wäre die diesjährige Sommeroperette in der Region ausgefallen, die seit zehn Jahren in der Region ein festes Stammpublikum aufgebaut hat. Nach dem Lockdown war schnell klar, dass keine ganze Produktion mehr zu stemmen sein würde – also entschied sich Regisseur und Initiator Stephan Wapenhans für eine Gala mit den besten Momenten aus der vergangenen Dekade.
Ganz kurzfristig musste ein Ort mit Planungssicherheit für das Format her, das Stephen Ruebsam auf dem Altlandsberger Schlossgut bieten konnte: Das Team hat Erfahrung mit Open-Air-Formaten, besonders mit den Regeln der Pandemie-Zeit. Der Erfolg vom Wochenende gibt den Machern recht: Beide Veranstaltungen waren gut besucht, man merkte den Fans an, dass sie „Ihre“ Operette mit Spannung erwartet hatten. Am Premieren-Samstag kamen neben dem Stamm-Publikum auch viele Altlandsberger, die das neue Format in ihrer Stadt erleben wollten.

Sängerin Regina Thoss im Publikum

Die Gala entführte die Gäste zur Csárdásfürstin und zum Weißen Rössl, zu Frau Luna bis zum Messeschlager Gisela. Sopranistin Ilonka Vöckel, die zu Recht die meisten Titelrollen der letzten Jahre witzig und stimmgewaltig mit leben füllte, gab Rösslwirtin und Csárdásfürstin, die verschmitzt-quirlige Svenja Gabler begeisterte als ulkige Adele und faszinierende Frau Luna. Tenor Nicholas Shannon war für beide der männliche Gegenpart und begeistere mit warmem Timbre.
Alexander G. Schäfer, Ost-Schauspieler der alten Garde, führte mit Stephan Wapenhans humorvoll und spitzbübisch durchs Programm. Am Sonntag war im Publikum ein Gaststar der letzten Jahre zu erblicken: Sängerin Regina Thoss wollte sich ein Wiedersehen mit den Kolleginnen und Kollegen nicht entgehen lassen