Die Grundidee hat Servet Baz aus der Türkei mitgebracht. Hierzulande, weiß er, ist ein solches Schirmdach extrem ungewöhnlich – und damit ein fesselnder Anblick. „Schon beim Aufhängen gestern sind viele neugierig stehen geblieben“, erzählte er am Sonntag. Und das Team hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Bevor die Verankerung verstärkt wurde, krachte der besondere Baldachin etwa zur Hälfte noch einmal herunter, insgesamt waren sie die Nacht über bis in die Morgenstunden zugange. Nur kurz war er dann noch mal in Berlin-Spandau, woher er immer nach Strausberg pendelt, um nachmittags wieder hier zu sein. Zumal an seinem Geburtstag, zu dem ihm auch Detlef Herold gratulierte. Der Vermieter, dem das Objekt am Landsberger Tor gehört, war sofort von der Initiative begeistert und hat auch die 120 Schirme besorgt.

Mehr Anziehungskraft auch durch weitere Neuerungen

Seit fast drei Jahren betreibt Servet Baz an dieser Stelle seinen Dönerladen, hat etwas später auch noch nebenan das Café Palme mit übernommen. Der kurdischstämmige Unternehmer mag Strausberg, ist bemüht, für noch mehr Anziehungskraft zu sorgen. Jüngste Neuerungs-Idee: Demnächst will er auch noch E-Shishas als Ergänzung bieten, also Wasserpfeifengenuss mit geringerer Gesundheitsgefahr als mit echtem Tabak, aber der gleichen Atmosphäre. Der Antrag beim Bauamt sei schon eingereicht.

Schirmdecke bleibt bis weit in den Oktober

Die Schirmdecke soll die nächsten vier bis sechs Wochen bis weit in den Oktober hängen bleiben, bevor zu weihnachtlicher Deko gewechselt werde, betonen die beiden Männer. Nächstes Jahr, dann schon mit Erfahrungswerten von jetzt, soll das Ganze vom Frühling bis in den Herbst hängen und zusätzlich zum Verweilen einladen. „Bisher war es ja etwas trist hier, gerade mit den Baustellen gegenüber“, sagt Herold, gestandener Strausberger, über das schon oft kritisierte Bild am südlichen Altstadt-Eingang. Da wolle man nun gemeinsam ein Zeichen setzen.