Dreimal habe die große Runde aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung bislang zusammengesessen und Arbeitsgruppen für einzelne Tage oder Veranstaltungen etabliert, berichtete der Chef von Stadtwerken, Eisenbahn, Flugplatz und Sport- und Erholungspark (SEP) Andreas Gagel bei einem Pressegespräch am Mittwoch in der Stadtverwaltung. Er sieht damit die Richtung vorgegeben, nunmehr die Arbeitsgruppen mit ihrer Fachkompetenz am Zuge.
Die "Grobplanung", die der Fachgruppenleiter Wirtschaftsförderung und Tourismus im Rathaus Sebastian Fröbrich vorstellte, sieht vor, dass traditionelle Veranstaltungen mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten in der Festwoche verknüpft werden. So steht das erste Wochenende im Zeichen des Sports - mit Kita-Olympiade im SEP und Jugendnacht im Kulturpark am Freitag, Seniorenspielen im SEP und Drachenbootcup mit großem Konzertabend im Kulturpark am Sonnabend sowie Sport- und Spielnachmittag für die Familie am Sonntag im SEP. Das erste Wochenende wird beschlossen mit "Kultur im besonderen Licht" für Groß und Klein an der Fähre.
In der Woche geht es mit einem Tag der Geschichte mit historischen Stadtführungen, Vorträgen und Lesungen unter Federführung des Heimatmuseums weiter. Der Dienstag ist zum Tag der Kinder und Jugendlichen auserkoren, der Mittwoch würdigt mit einem Konzert eines Bundeswehrorchesters auf dem Markt die Patenschaft von Stadt und der Armee. Den Donnerstag wird das Handelscentrum in seinem Bereich gestalten.
Freitag soll es dann "Lichtspiele" in der Altstadt geben, die ein Lichtdesigner aus Cottbus vorbereitet. 25 Elemente würden die Große Straße auf spezielle Weise beleuchten und historische Gebäude in besonderes Licht getaucht, hieß es. Dazu spielen Musikschüler und es gibt Kleinkunst.
Der zweite Sonnabend gehört dann einem Festumzug mit Bildern zur Stadtgeschichte. Die Regie ist in die Hände von André Nicke gelegt, der auch den Umzug in Berlin-Köpenick leitet. Er werde ab Mai gezielt auf Bürger und Firmen zugehen, um große Beteiligung zu erreichen, wurde angekündigt. Ebenfalls am Sonnabend beginnt ein Flugplatzfest mit Bühnenprogramm und Abendkonzert. Künstler seien noch nicht verpflichtet, aber Anfragen laufen, so Andreas Gagel.
Das Flugplatzfest wird am Sonntag fortgeführt - unter anderem mit einer Flugschau. Außerdem soll eine Tradition begründet werden: Ein Marathonlauf vom Strausberger Platz in Berlin zum Flugplatz. Der Berliner Leichtathletikverband werde die Organisation übernehmen, hieß es. Die Strausberger spekulieren darauf, dass sie von den tausenden Adressen profitieren, die dort registriert sind. Erste Anmeldungen gebe es jedenfalls schon.
Bürgermeisterin Elke Stadeler erinnerte daran, dass die Stadt für die Feiern laut Beschluss 200 000 Euro bereitstellen kann. Gagel bezifferte das Gesamtbudget indes mit mehr als einer halben Million Euro. Neben der Stadt würden Sponsoren und Eintrittsgelder zur Finanzierung beitragen. Das "Ticket"zu den Jubiläumsveranstaltungen soll ein Schlüsselanhänger mit dem 775-Jahre-Logo werden, der dann wohl 7,75 Euro kostet.
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