Berliner, die am Sonnabend mit der S 5 einen Ausflug in Richtung Strausberg unternommen haben, werden über die vielen Fahrgäste gestaunt haben. Glitzer im Gesicht, ein Bier in der Hand und trotz Nieselregens gut gelaunt - so erlebten die anderen Insassen der übervollen Züge die Lollapalooza-Besucher auf ihrem Weg nach Hoppegarten.
Dort angekommen, wurde das hundertfach abgestellte Leergut umgehend von einer Entsorgungsfirma eingesammelt. Dass der nächtliche Rückweg ungleich länger dauern würde, konnte zu dem Zeitpunkt niemand wissen.
Wenn man an den Eingängen zum Festivalgelände die Hürden Bändchenvergabe und Kontrolle genommen hatte, war der Weg frei über das abgedeckte Geläuf zum weiträumigen Innenoval, dem eigentlichen Festivalgelände.
Dort wurde für ein Tagesticket von knapp 80 Euro weit mehr als nur Musik geboten. Beispielsweise für Familien mit Kindern. Für die gab es Kidspalooza, mit kreativen Bastelofferten, Puppenspiel und beispielsweise Schreibmaschinen zum Üben. Andere Besucher schauten in einem der aufgestellten Zirkuszelte vorbei oder amüsierten sich im Spiegellabyrinth.
Mit Ablaufen des Nieselregens stieg die Partystimmung. Selbst die langen Warteschlangen vor den Imbissständen oder den Toiletten schien die nicht wirklich zu trüben. "Auch beim Warten hören wir ja die Musik", hieß es immer wieder. Und vor allem darum waren die Besucher schließlich nach Hoppegarten gekommen.